Software zur Miete

Krise kurbelt den SaaS-Markt an

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Das Geschäft mit Software as a Service soll in den kommenden Jahren um 24 Prozent zulegen.

Dem Markt für Software as a Service (SaaS) werden für die kommende Jahre saftige Umsatzzuwächse prognostiziert. So erwarten die Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC), das das Geschäft mit Mietsoftware in Deutschland bis 2012 um durchschnittlich 24 Prozent pro Jahr zulegen wird. Allerdings gehen diese Prognosen von einem noch sehr niedrigen Niveau aus. Die absoluten SaaS-Umsätze werden zunächst eher mager ausfallen, räumen die Analysten von Berlecon ein.

Nichtsdestotrotz bietet das Mietmodell handfeste Vorteile. Im Gegensatz zum klassischen Softwaregeschäft stellt ein Service-Provider die Infrastruktur für den Betrieb der Applikationen bereit und kümmert sich um Installation, Konfiguration, Wartung und Aktualisierung der Software. Auf diese Weise müssen die Anwender keine hohen IT-Investitionen tätigen. Nicht nur die dadurch geringere Kapitalbindung, auch die größere Flexibilität beim Up- und Downsizing macht das SaaS-Modell für Unternehmen attraktiv - gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Einer weltweiten Umfrage von McKinsey unter mehr als 850 Enterprise-Software-Kunden zufolge gilt SaaS daher auch als der wichtigste IT-Trend derzeit.