Krename macht KDE komfortabler

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Linux-Anwender müssen beim Umbenennen, Verschieben und Kopieren von Dateien die Rechtevergabe berücksichtigen. Wer Files manuell bearbeitet, macht Fehler. Um Vorgänge zu automatisieren, bietet sich unter der Benutzeroberfläche "KDE" (K Desktop Enviroment) das Tool "Krename" an, das seit kurzem in der Version 3.0.5 vorliegt.

Krename unterscheidet einen Modus für wenig geübte Benutzer und einen für Experten. Im ersten Fall leitet ein Assistent den Anwender an. Zunächst werden die zu bearbeitenden Dateien ausgewählt, die umbenannt werden sollen. Der User gibt das Zielverzeichnis an. In einer Maske trägt er den neuen Dateinamen ein.

Im Expertenmodus präsentiert sich die Oberfläche mit Karteireitern, in denen Einstellungen vorgenommen werden. Dem Nutzer stehen mehr Funktionen zur Verfügung als im Einsteigermodus. Er kann Krename über Plug-ins erweitern. Mittlerweile existieren viele solche Zusatzmodule, beispielsweise eines zum Setzen von Group und Owner.

Krename bietet einige Optionen: So kann der Anwender Dateien umbenennen und gleichzeitig kopieren oder verschieben. Ebenso lassen sich im Zielverzeichnis nur Verknüpfungen zu den Ursprungsdateien setzen. Existiert das Zielverzeichnis nicht, legt es das Tool automatisch an. Die Maske zur Eingabe eines neuen Dateinamens hat einiges zu bieten: Dateikennungen nummeriert die Software fortlaufend. Namen können mit Datumsangaben angereichert und beliebige Strings sowie Sub-Strings des ursprünglichen Namens verwendet werden. Sollte dem User ein Fehler unterlaufen, kann er die Operationen über ein Bash-Skript wieder rückgängig machen.

Neben dem Sourcecode werden auch RPM-Pakete der aktuellen Version für "Fedora Core 3" und "Suse Linux 9.3" angeboten.

CW-Fazit: Krename ist leicht bedienbar und ein unverzichtbares Werkzeug für KDE, wenn gelegentlich Dateien auf Lizenz-Rechnern umzubenennen sind.