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KPN profitiert im zweiten Quartal erneut von Tochter E-Plus

01.08.2006
Der niederländische Telekomkonzern KPN hat im zweiten Quartal erneut von der deutschen Mobilfunktochter E-Plus profitiert und seine Jahresprognose teilweise angehoben.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,164 Milliarden auf 1,281 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Telefonkonzern am Dienstag in Den Haag mit. Analysten hatten mit 1,150 Milliarden bis 1,161 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz stieg von 2,979 Milliarden auf 2,950 Milliarden Euro. Die Prognosen bewegten sich zwischen 2,946 Milliarden und 3,029 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet KPN nun einen EBITDA-Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich. Ursprünglich wurde ein unverändertes EBITDA prognostiziert. Beim Umsatz erwartet KPN unverändert einen Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich. Die Prognose für den Cash-Flow hob KPN hingegen von bisher mehr als zwei Milliarden Euro auf mehr als 2,2 Milliarden Euro an. Das Unternehmen rechnet im laufenden Jahr mit einem Investitionsvolumen zwischen 1,7 Milliarden und 1,8 Milliarden Euro.

Zur Ergebnissteigerung trug im zweiten Quartal erneut die deutsche Tochter E-Plus bei, die Mitte vergangenen Jahres ihre Strategie umgestellt hatte. Mit verschiedenen Marken wie Simyo und Base will der drittgrößte Anbieter den Abstand zu den Marktführern T-Mobile und Vodafone verringern. Im ersten Quartal gewann E-Plus knapp 410.000 neue Kunden und hatte damit Ende Juni 11,9 Millionen Menschen unter Vertrag. Damit habe E-Plus im zweiten Quartal rund 30 Prozent der Neukunden im deutschen Markt auf sich verbuchen können. Die neuen Marken machten nun nahezu ein Viertel des Kundenbestandes aus. E-Plus trug im zweiten Quartal 101 Millionen Euro zum operativen Ergebnis des Konzerns bei. (dpa/tc)