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KPN kauft deutschen Teil des KPNQwest-Netzes

26.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische TK-Konzern KPN übernimmt das deutsche Glasfasernetz vom insolventen Carrier KPNQwest Germany GmbH zum 1. September 2002. Damit ist laut KPN der Betrieb des 3500 Kilometer Kabel umfassenden Glasfaserrings gewährleistet. Im Rahmen des Betriebsübergangs werden 55 der 118 Angestellten übernommen. Für die restlichen Mitarbeiter wurde ein Sozialplan verabschiedet. Die neue deutsche Gesellschaft will weiterhin Internet-Dienstleistungen und Breitband-Services für Carrier und Geschäftskunden anbieten. Ehemalige KPNQwest-Kunden sollen bisherige Dienstleistungen nahtlos weiter nutzen können. Geschäftsführer Michael Müller-Berg äußerte sich zuversichtlich: Man sei bezüglich der Preis- und Kostenstruktur gegenüber Wettbewerbern im Vorteil.

Da das ehemalige KPNQwest-Rechenzentrum seit dem 16 August im Besitz der Berliner Teles AG ist, werde nun mit dem Teles-Vorstand über eine Fortführung der Zusammenarbeit verhandelt. Zum Verkauf steht weiterhin das Datenzentrum in München. (lex)