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Kontron-Jumptec-Fusion trägt erste Früchte

19.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Miniaturcomputerhersteller Kontron AG hat die Fusion mit dem Konkurrenten Jumptec offenbar gut verdaut: Im dritten Quartal 2002 erwirtschaftete das Münchner Unternehmen 60,2 Millionen Euro Umsatz, das entspricht einem Zuwachs von über fünf Prozent gegenüber den Einnahmen von Kontron und Jumptec im entsprechenden Vorjahreszeitraum (56,9 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten 2002 lag der Umsatz allerdings nur bei 193 Millionen Euro und somit sechs Millionen unter den Pro-forma-Einnahmen im entsprechenden Zeitraum 2001.

Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wies Kontron für die Monate Juli, August und September einen Gewinn von 3,3 Millionen Euro aus verglichen mit einem EBITDA-Plus von 3,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Vor Steuern und Zinsen (EBIT) schrieb das Unternehmen 900.000 Euro Profit, nachdem im Vorjahreszeitraum auf Pro-forma Basis noch ein ähnlich hoher Verlust verbucht worden war. Unter dem Strich erzielte der Embedded-Spezialist im aktuellen Berichtszeitraum einen Überschuss von 500.000 Euro oder ein Cent pro Aktie.

Gleichzeitig gelang es dem Unternehmen, die Kosten im Vergleich zum vorangegangenen zweiten Quartal von 25,7 Millionen auf 23,2 Millionen Euro zu senken. Die liquiden Mittel bezifferte Kontron Ende September auf 60 Millionen Euro, davon 49 Millionen Euro in bar.

Wegen des leicht gewachsenen Auftragsbestands und der gesunkenen Betriebskosten sind die Münchner zuversichtlich, im laufenden vierten Quartal die Einnahmen leicht zu steigern und die operative Gewinnmarge auf rund acht Prozent zu erhöhen. (mb)