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Kommt die Xbox Microsoft teuer zu stehen?

07.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Investment-Bank Merill Lynch befürchtet, dass Microsofts geplante Spielekonsole "Xbox" den Konzern bis zu zwei Milliarden Dollar kosten könnte. Die Experten gehen davon aus, dass die Gates-Company das Gerät mindestens bis zum Geschäftsjahr 2005 deutlich subventioniert verkaufen muss - anders sei die Eroberung eines von etablierten Playern wie Sony und Nintendo dominierten Marktes nicht zu machen.

"Ironischerweise werden die Verluste in den Anfangsjahren umso höher, je mehr Geräte Microsoft verkauft", schreibt Analyst Henry Blodget in seinem Bericht. Microsoft hat bereits angekündigt, man werde rund 500 Millionen Dollar in das Xbox-Marketing investieren. Blodget wiederum schätzt die Produktionskosten pro Gerät wegen dessen aufwändiger Technik auf 375 Dollar. Damit werde die Gates-Company wohl 125 Dollar pro Gerät zuschießen müssen - Vertrieb, Marketing und sonstige administrative Kosten nicht mitgerechnet, wohlgemerkt. Der Merill-Lynch-Analyst geht von fünf Millionen verkauften Xboxen im Geschäftsjahr 2002 und zehn Millionen Einheiten für 2004 aus.