Kadrige iSharing

Kollaboration im iPad-Zeitalter

Manfred Bremmer
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
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Der französische Anbieter Kadrige hat eine Collaboration-Lösung für das iPad entwickelt, die trotz Echtzeitunterstützung und zahlreicher Features selbst niedrige Bandbreiten unterstützt.
Volles Programm: Auf der iSharing-App werden Sessions geplant und abgehalten.
Volles Programm: Auf der iSharing-App werden Sessions geplant und abgehalten.
Foto: Kadrige Innovative Software

Die native iPad-App iSharing erlaubt es Anwendern, Präsentationen und andere interaktive Inhalte mit einer hohen Anzahl von Teilnehmern zu teilen. Aktuell unterstützt die Lösung Powerpoint und Keynote, HTML4- und -5, Bilder, PDFs sowie Videos. Auch Dokumente, Web-Seiten und Web-Anwendungen lassen sich teilen.

Für iSharing sind zahlreiche Einsatzszenarien denkbar, etwa die Kollaboration in räumlich getrennten Arbeitsgruppen, Konferenzen mit Partnern oder Kunden, Training-Sessions oder ortsunabhängige Management-Meetings. Dabei spielt es keine Rolle, ob die anderen Teilnehmer am Desktop-Computer arbeiten (Browser) oder ebenfalls ein Tablet (native iOS-App) verwenden.

Während der Session werden nur die Veränderungen - etwa Touch-, Scroll- oder Wisch-Bewegungen - übertragen.
Während der Session werden nur die Veränderungen - etwa Touch-, Scroll- oder Wisch-Bewegungen - übertragen.
Foto: Kadrige Innovative Software

Das wirklich Besondere: Um Verbindungsprobleme zu vermeiden – etwa beim Zugriff via Mobilfunk - wird der Content vorab geladen und auf dem Gerät der Nutzer im Cache gespeichert. Während der Session wird dann lediglich das Delta übertragen, etwa Touch-, Scroll- oder Swipe-Bewegungen des Präsentators, Skizzen oder die Eingabe von Text in Textboxen. Wie Kadridge-Gründer und CEO Olivier Cadou bei der Produktvorstellung erklärte und später live demonstrierte, steht dank dieses Kniffs der Großteil der verfügbaren Bandbreite (95 Prozent) – falls nötig – für Sprachübertragung (VoIP) zur Verfügung. Wird darauf verzichtet, sollen sogar vier KB/s für eine ruckelfreie Übertragung ausreichen. Voraussetzung unter solchen Bedingungen ist allerdings, dass der Content bereits vorab gespeichert wurde – was bei lahmen Datenraten entsprechend lange dauern kann.

Mit Kadrige iReporting werden die statistischen Resultate einer Präsentation grafisch aufbereitet dargestellt.
Mit Kadrige iReporting werden die statistischen Resultate einer Präsentation grafisch aufbereitet dargestellt.
Foto: Kadrige Innovative Software

Kadrige iSharing ist ab sofort in zwölf verschiedenen Sprachen verfügbar – darunter auch Deutsch und Englisch. Der Preis beginnt bei 45 Euro pro Präsentator und Monat. Im Lizenzpaket enthalten sind ein Verwaltungs- und ein Reporting-Tool. iAdmin erlaubt es Verantwortlichen, Inhalte in die Content-Bibliothek in der Cloud, (konkret auf den Web-Servern von Kadrige) einzustellen, zu verwalten und Nutzern unmittelbar zur Verfügung zu stellen. Bei Kadrige iReporting handelt es sich um eine zusammen mit BI-Spezialist Microstrategy entwickelte Analyseanwendung, die Verantwortlichen Daten über das Nutzungsverhalten der Anwender via Dashboards zur Verfügung stellt. Sie können so nachverfolgen, welche Aktivitäten und Interaktionen innerhalb einer Session stattfinden. Diese Informationen wiederum lassen sich dann mit den gezeigten Inhalten in Beziehung setzen, auf ihre Tauglichkeit überprüfen und gegebenenfalls überarbeiten und anpassen.

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