Mobiles Internet

Köln baut eigenes Mobilfunknetz

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Der Kölner Regional-Carrier NetCologne geht jetzt eigene Wege: Er hat ein eigenes Mobilfunknetz für den mobilen Internet-Zugang aufgebaut.
Per CDMA können Kölns Studenten im NetCologne-Netz mit 2 Mbit/s surfen.
Per CDMA können Kölns Studenten im NetCologne-Netz mit 2 Mbit/s surfen.
Foto: o2

Für 9,90 Euro im Monat mobil mit dem Notebook surfen und dabei Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 Mbit/s empfangen und mit bis zu 1,8 Mbit/s versenden? Was für viele noch ein Traum ist, ist für die Studenten und Mitarbeiter der Kölner Universität und Fachhochschule schon Realität.

Dort hat der Regional-Carrier NetCologne ein eigenes Funk-Datennetz auf Basis der CDMA-Technologie aufgebaut. "Damit ist eine Netzabdeckung von über 95 Prozent möglich", erklärt Werner Hanf, Geschäftsführer von NetCologne. Bei CDMA handelt es sich um eine Funktechnik, die vor allem in den USA und Teilen Osteuropas gebräuchlich ist, während UMTS auf W-CDMA basiert. Das Netz, das eine Fläche von rund 160 Quadratkilometern abdecken soll, hat NetCologne gemeinsam mit dem Netzausrüster Huawei errichtet und ist eines der ersten CDMA-Netze in Deutschland.

Die Vermarktung über das Studentenwerk ist wohl nur ein erster Schritt zur kommerziellen Nutzung des Netzes. Spätere Angebote für Geschäftskunden sind nicht ausgeschlossen. Für 9,90 Euro im Monat erhalten die Studenten allerdings keine echte Flatrate, sondern nur einen Volumentarif mit 5 GB. Ist das Volumen aufgebraucht, wird die die Geschwindigkeit auf 256 Kbit/s gedrosselt. Wollen die NetCologne-Nutzer den Datenstick nicht kaufen, dann können sie für 14,90 Euro monatlich auch ein Angebot wählen, bei dem das Funkmodem gestellt wird. (hi)