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Kirch: Digitalfernsehen im Alleingang

08.10.1998
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die Kirch-Gruppe will den Aufbau des digitalen Fernsehens in Deutschland nach Berichten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf eigene Faust vorantreiben. Den dafür nötigen Zeitaufwand schätzt der Medienkonzern auf vier Jahre, und drei Milliarden Mark sollen die Investitionen betragen. Zur Finanzierung will Medienmogul Leo Kirch sich von Teilen seines Imperiums trennen. Die gesamten Aktivitäten im Fernsehgeschäft sollen neu geordnet und in Form einer Holding-Gesellschaft zusammengefaßt werden. Als Gesellschafter wurden die italienischen und britischen Medienzaren Silvio Berlusconi und Rupert Murdoch, der schwerreiche saudische Prinz El Waleed und ein vierter, nicht genannter Investor kolportiert. Kirch beziehungsweise eine nach ihm benannte Stiftung werde den Rest der Anteile halten, deren genauen Wert derzeit mehrere Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ermittelten. Ginge die Rechnung auf, flössen Kirch laut Agentur "vwd" rund vier Milliarden Mark zu.