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Kuriose Kickstarter-Kampagne

Kartoffelsalat für 10 US-Dollar

Georg Wieselsberger schreibt als freier Autor vorwiegend über Hardware-Themen für Gamestar und Gamestar.de.
10 US-Dollar für einen Kartoffelsalat, das war das Ziel einer kuriosen Finanzierungskampagne bei Kickstarter.

Zack »Danger« Brown hatte einen Traum, den er bislang nie verwirklichen konnte: selbstgemachten Kartoffelsalat. Damit die notwendige Finanzierung für dieses gewagte Küchenexperiment auf sicheren Beinen steht, startete Brown eine Kampagne bei Kickstarter mit dem Ziel von immerhin 10 US-Dollar. Für eine Zusage von nur einem Dollar versprach er, sich auf der Webseite zum Kartoffelsalat zu bedanken und außerdem den Namen des Unterstützers laut auszusprechen, während er den Kartoffelsalat zubereitet.

Der Traum von Zack »Danger« Briwn: ein Kartoffelsalat (Bildquelle: Kickstarter)
Der Traum von Zack »Danger« Briwn: ein Kartoffelsalat (Bildquelle: Kickstarter)

Diese Hingabe an das leckere Gericht scheint jedoch viele Menschen zu begeistern, denn nach sehr kurzer Zeit sah sich Brown schon gezwungen, Stretch-Goals zu verkünden. Bei 35 US-Dollar versprach er, vier Mal so viel Kartoffelsalat zu machen, bei 75 Dollar sollte es eine Pizza-Party geben und bei 100 US-Dollar würde er sich sogar an zwei unterschiedliche Rezepte für Kartoffelsalat wagen. Lange reichten diese Punkte aber nicht aus und so wurden neue Ziele gesetzt: bessere Mayonnaise bei 250 Dollar, das Rückfragen bei einem Koch für ein besseres Rezept bei 300 US-Dollar und bei 350 US-Dollar noch mehr Kartoffelsalat und vielleicht sogar ein drittes Rezept.

Wer hätte es gedacht: Richard Garriott ist ein Kartoffelsalat-Unterstützer.
Wer hätte es gedacht: Richard Garriott ist ein Kartoffelsalat-Unterstützer.

Selbst Ziele bei 1.000 und 1.200 US-Dollar und sogar eine Kartoffelsalat-Party in einer gemieteten Halle bei 3.000 Dollar hielten nur kurze Zeit mit dem Schwung an zugesagten Geldern mit. Für Zusagen ab 20 US-Dollar und mehr gibt es nun ein Kartoffelsalat-Haiku, der Name des Unterstützers wird in eine für den Salat verwendete Kartoffel geschnitzt, es gibt Kartoffelsalat-Hüte und T-Shirts, ein Film soll gedreht werden und vieles mehr. Selbst Spiele-Legende Richard Garriott outete sich bei Twitter inzwischen als ultimativer Kartoffelsalat-Fan und Unterstützer. Da die Kampagne, die noch bis 2. August läuft, bereits am 8. Juli gegen 7 Uhr deutscher Zeit über 2.900 Unterstützer gefunden und mehr als 32.000 US-Dollar an Zusagen erhalten hat, dürfte der Welt des Kartoffelsalats eine wahre Revolution bevorstehen. Lecker. (mb)