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Kartellverfahren: Kanada will Microsoft Unterschlupf bieten

05.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gerüchten zufolge hat die kanadische Regierung Microsoft vorgeschlagen, seine Firmenzentrale von Redmond, Washington, in die kanadische Provinz British Columbia zu verlegen. Dadurch könnte der Softwaregigant der drohenden Zerschlagung als wahrscheinliche Folge des laufenden Kartellverfahrens entgehen. Inzwischen hat Microsoft-Sprecher Jim Cullinan die Gerüchte dementiert: "Die Berichte über die Umzugsabsichten des Unternehmens entbehren jeglicher Wahrheit. Microsoft glaubt daran, dass wir diesen Fall vor einem Berufungsgericht gewinnen werden. Wir sind sehr glücklich hier in Seattle." Die Gates-Company wurde 1975 in Albuquerque, New Mexico, gegründet, zog 1979 nach Bellevue, Washington, und 1986 innerhalb desselben US-Bundesstaates nach Redmond bei Seattle um.