Ratgeber Karriere

Karriereplanung

Karriereratgeber 2016/17 – Reinfried Grundmann, HSC

04.01.2017
Wer die Zeit über Weihnachten und Neujahr für seine Karriereplanung nutzen möchte, kann sich im Karriereratgeber versierten und kostenlosen Rat holen: Ab 15. Dezember 2016 bis zum 11. Januar 2017 betreut IT-Personalberater und IT-Unternehmensberater Reinfried Grundmann das CW-Karriereforum.

Reinfried Grundmann ist staatlich geprüfter Informatiker Fachrichtung Wirtschaft und leitet unter anderem das NRW-Büro der Personalberatung HSC, Partner der CW im Karrierezentrum der CeBIT. Bevor Grundmann in das Geschäft mit der Vermittlung von IT-Fach- und Führungspersonal wechselte, bekleidete er mehrere Führungsfunktionen in der IT-Industrie.

Reinfried Grundmann, HSC
Reinfried Grundmann, HSC
Foto: HSC

Nach der Bundeswehrzeit begann seine IT-Karriere als Presales Consultant bei verschiedenen Softwareherstellern wie Business Objects (heute SAP) und MicroStrategy, wo er vom Presales Consultant bis zum Director Professional Services aufstieg. Danach arbeitete er bei einem mittelständigen IT-Serviceunternehmen und IT-Dienstleister als CTO bevor er seine Karriere als Personalberater und IT-Unternehmensberater im Datawarehouse/Business Intelligence Bereich begann. Seine Devise lautet: "Aus der Erfahrung für die Praxis!"

Stellen Sie Ihre Fragen an Reinfried Grundmann einfach unterhalb dieses Beitrags über unsere Disqus-Kommentarfunktion. Sie werden dann zeitnah beantwortet. (hk)

 

Reinfried Grundmann

Hallo T.C.

Das sie neben SAP auch andere Anwendungen kennen/beherrschen
ist doch erstmal positiv!

Allerdings haben sie selbst erkannt, dass sie mit veralteten
SAP Kenntnissen nur wenige Chancen haben wieder im SAP Umfeld Fuß zu fassen.
Grundsätzlich hat der SAP Markt sich aus meiner Sicht so verändert: War es vor
einigen Jahren noch das reine Enterprise Resource Planning (ERP) mit R/2 und
R/3 was zählte, ist dies heute „Commodity“, dies bedeutet, dass die operativen Warenwirtschaftssysteme in Betrieb sind und das Neuentwicklungen was die Aufbau und Ablauforganisation dieser Systeme betrifft kaum noch nötig sind, da alle Fallbeispiele mehr oder weniger schon mal in der Praxis vorgekommen sind bzw. ausgereift als „Standard“ verfügbar sind.

Wenn ich heute wieder in den SAP Markt einsteigen wollte, würde ich mich mit den Themen rund um die Digitalisierung bzw. der Analyse von Daten intensiv beschäftigen, um mich im Arbeitsmarkt gut positionieren zu können. Stöbern sie mal ein wenig in den Artikeln der Computerwoche, hier sind viele gut komprimierte Beispiele zu finden (ein Beispiel: http://www.computerwoche.de/a/.... SAP bietet heute Infrastrukturen (Aufbauorganisation), und Prozesshilfen Ablauforganisation), um große Datenmengen zu sammeln,- zu verwalten,-aufzubereiten und –zu analysieren. Einige Beispiel-Schlagworte zu diesen Bereichen sind: S/4HANA, Business Objects, SAP Data Services, SAP Predictive Analytics, SAP Control Center, SAP Knowledge Workspace,…und das alles auch in der Cloud.

Gezielte Schulungen zu den einzelnen Themen bietet SAP auch z.B.
online unter dem Begriff „openSAP“.

Aber zurück zu ihrem Profil. Neben den Grundkenntnissen in der der Technik und der Programmierung liegt ihr Schwerpunkt mehr im Kaufmännischen, bzw. im Betriebswirtschaftlichen. Wenn sie ein mehr extrovertierter Typ sein sollten, bieten sich hier natürlich Arbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Anforderungsmanagement bzw. im Bereich des Bindeglieds zwischen den fachlichen Anforderungen und der Umsetzung durch die IT, da sie beide Bereiche kennen. Das könnte einen Wiedereinstieg vereinfachen und sie für potentielle Arbeitgeber interessant machen, wenn sie ihre Stärken anders als bisher positionieren…

Aber für eine detaillierte Profilanalyse und um ihnen
konkretere Denkansätze liefern zu können, brauchte ich mehr Informationen…. Dafür sind Personalberater ja u.a. auch da ;-).

Sie finden meine Kontaktdaten unter HSC-Personal.de

Reinfried Grundmann

Hallo Herr von Walter

Danke für ihre offene Anfrage!

Ihre allgemeine Situation:

1. Erster Eindruck: Langfristige Krankheiten bzw. geringe
Belastungsfähigkeit ist natürlich immer ein ko-Kriterium für einen potentiellen
Arbeitgeber, da er sich auf die Arbeitskraft seiner Mitarbeiter verlassen
können muss. Daher habe ich immer versucht, dass meine Mitarbeiter ihre
Krankheiten richtig ausheilen lassen konnten, bevor sie wieder in den
stressigen Arbeitsalltag zurück mussten. Hierauf sollten auch sie achten. Evtl.
kann man sich dies auch von einem Facharzt als Nachweis bestätigen lassen.

2. Gesamtbild: Sie haben grundsätzlich 12 Jahre Erfahrung in
der IT, wenn sie nach dem Abi 1994 direkt in mit einer IT Tätigkeit begonnen
haben? Das hört sich doch erst mal gut an, oder?

So wie ich es verstehe haben sie zwar eine Basisausbildung als Fachinformatiker
aber leider keinen Abschluss. Dies würde ich aus ihren hier gemachten
Erläuterungen deuten. Hierzu müsste man sich etwas einfallen lassen, da dies
auf den ersten Blick negativ wirkt.

3. Fachwissen: Sie
sollten sich als erstes klar machen, was sie gerne tun. Anwendungen (APPs) entwickeln,
Webseiten gestalten, Webseiten Such-Optimieren,…? Daraus resultiert das
Fachgebiet in dem sie zukünftig arbeiten wollen. Als Beispiele:
Anforderungsmanagement und Konzeption von IT-Projekten-> Kommunikation mit
Fachanwendern, Marketing und Außenwirkung
von Unternehmen (z.B. SEO, aber auch Künstlerische Aspekte), IT-Technik mit
Programmierung und Datenanbindungen, Datenanalyse und Informationsgewinnung,…

Der Markt im Bereich Anwendungsentwicklung boomt. Schauen sie z.B. mal auf ihr
Handy oder ihr Tablet und stellen sie sich die Frage ob sie auch so eine App
entwickeln könnten oder dies gerne machen würden…. Dies ist der Beginn um sich
die Frage nach den eigenen Neigungen und dem damit verbundenen Ausbildungsweg beantworten zu können.

Wenn sie diese Diskussion vertiefen möchten, können sie mir
gerne mal ihren Lebenslauf zukommen lassen (sie finden mich unter „HSC-Personal.de“),
so dass ich mir einen detaillierteren Überblick über ihr aktuelles Profil
machen kann.

Gruß

Reinfried Grundmann

Reinfried Grundmann

Hallo Herr Schmidt

Ich hole mal ein wenig aus, um ihnen hoffentlich eine
befriedigende Antwort hierzu geben zu können.

Als Chef und auch heute als Personalberater sind die sozialen
Netzwerke immer mein erster Schritt gewesen, um mir einen ersten Eindruck von
einer Person zu verschaffen. Hierzu gehören im Schwerpunkt Xing, LinkedIn und
Facebook. Xing ist für mich für den deutschen-, LinkedIn mehr für den
internationalen Arbeitsmarkt und Facebook für die privaten Informationen über
potentielle Bewerber/Kandidaten.

In letzter Zeit ist es aber so, dass Xing und LinkedIn
versuchen ihre Geschäftsmodelle umzubauen und mehr Umsätze über ihre Services
zu generieren. Dies ist aus meiner Sicht der Grund, warum auch die Unternehmen
und die Personalberater in Zukunft immer
mehr versuchen werden, auch über
Facebook Kandidaten zu finden, um Kosten zu sparen.

Also ist meine Antwort definitiv „Ja“. Um bei
Wechselinteresse gefunden zu werden, sollte man zukünftig auch in Facebook sein
Profil businessorientiert und professionell ausrichten.

Aber Vorsicht! Für mich kommt Facebook nur zur ersten
Kontaktaufnahme oder als Personalberater zur schnellen Verbreitung von
Stellenanzeigen in Frage. Dies hat etwas mit der Sichtbarkeit der Kommunikation
in Facebook zu tun. Facebook ist mehr dazu ausgelegt, dass meine direkten Freunde
oder auch die gesamte Facebook Community meine Kommunikation oder auch die
Chronik sehen können. Falls sie also z.B. mit einem Familienmitglied ihres Chefs
über Facebook befreundet sind, sollten sie bei der Kommunikation was den
Bereich Personalberatung betrifft, sehr Vorsichtig sein…

Grundsätzlich gilt natürlich immer, dass man auch beim
Posten von privaten Informationen in den sozialen Netzen darauf achten sollte,
dass diese keinen negativen persönlichen Eindruck hinterlassen.

Gruß und erfolgreiches Jahr 2017

Reinfried Grundmann

Reinfried Grundmann

Hallo Herr von Walter

Danke für ihre offene Anfrage!

Ihre allgemeine Situation:

1. Erster Eindruck: Langfristige Krankheiten bzw. geringe
Belastungsfähigkeit ist natürlich immer ein ko-Kriterium für einen potentiellen
Arbeitgeber, da er sich auf die Arbeitskraft seiner Mitarbeiter verlassen
können muss. Daher habe ich immer versucht, dass meine Mitarbeiter ihre
Krankheiten richtig ausheilen lassen konnten, bevor sie wieder in den
stressigen Arbeitsalltag zurück mussten. Hierauf sollten auch sie achten. Evtl.
kann man sich dies auch von einem Facharzt als Nachweis bestätigen lassen.

2. Gesamtbild: Sie haben grundsätzlich 12 Jahre Erfahrung in
der IT, wenn sie nach dem Abi 1994 direkt in mit einer IT Tätigkeit begonnen
haben? Das hört sich doch erst mal gut an, oder?

So wie ich es verstehe, haben sie zwar eine Basisausbildung als Fachinformatiker,
aber leider keinen Abschluss. Dies würde ich aus ihren hier gemachten
Erläuterungen deuten. Hierzu müsste man sich etwas einfallen lassen, da dies
auf den ersten Blick negativ wirkt.

3. Fachwissen: Sie
sollten sich als erstes klar machen, was sie gerne tun. Anwendungen (APPs) entwickeln,
Webseiten gestalten, Webseiten Such-Optimieren,…? Daraus resultiert das
Fachgebiet in dem sie zukünftig arbeiten wollen. Als Beispiele:
Anforderungsmanagement und Konzeption von IT-Projekten-> Kommunikation mit
Fachanwendern, Marketing und Außenwirkung
von Unternehmen (z.B. SEO, aber auch Künstlerische Aspekte), IT-Technik mit
Programmierung und Datenanbindungen, Datenanalyse und Informationsgewinnung,…

Der Markt im Bereich Anwendungsentwicklung boomt. Schauen sie z.B. mal auf ihr
Handy oder ihr Tablet und stellen sie sich die Frage ob sie auch so eine App
entwickeln könnten oder dies gerne machen würden…. Dies ist der Beginn um sich
die Frage nach den eigenen Neigungen und dem damit verbundenen Ausbildungsweg beantworten zu können.

Wenn sie diese Diskussion vertiefen möchten, können sie mir
gerne mal ihren Lebenslauf zukommen lassen (sie finden mich unter „HSC-Personal.de“),
so dass ich mir einen detaillierteren Überblick über ihr aktuelles Profil
machen kann.

Gruß

Reinfried Grundmann

T. C.

Sehr geehrter Herr Grundmann.

Ich bin Diplom-Betriebswirt und 43 Jahre alt und war 8 Jahre im SAP-Umfeld tätig mit SAP CRM und dem SAP Solution Manager. Danach bin ich in eine Inhouse-Position gewechselt und habe dort intern in einem SAP-fernen IT-Bereich gearbeitet. Nun baut das Unternehmen Stellen ab und ich bin betroffen.

Meine Bewerbungen im SAP-Umfeld führen nicht zum Erfolg, da ich zum einen zu lange aus dem Geschäft draußen bin und zum Anderen neuenLösungem im Cloud-Geschäft nun aktuell sind, wo ich keine Kenntnisse habe. Programmieren kann ich auch nicht. Ich habe mich in eine Sackgasse begeben und weiß nicht, wie ich meiner Karriere wieder neuen Wind verschaffen könnte und meine Arbeitsmarktchancen verbessern könnte.
Wäre eine SAP-Weiterbildung eine Möglichkeit oder wie würden Sie sich umorientieren?

Das SAP-Geschäft hat sich sehr gewandelt indes werden mehr und mehr Entwicklungskenntnisse verlangt.

Was könnte ich als Betriebswirt am Besten tun?

Danke für Ihre Einschätzung und ein Feedback.

Freundliche Grüße

T.C.

Bernd Schmidt

Sehr geehrter Herr Grundmann,

ich befinde mich aktiv in der Bewerbungsphase und gehe gerade meine Anfragen auf Xing durchsucht. Seit Neusten wurde ich auch in Facebook zum Thema Jobsuche angesprochen. Ich hatte Facebook bisher mehr als private Plattform gesehen. Muss ich mein Profil dort jetzt auch professionell ausrichten ? Wie sehen Sie das und wie lautet Ihre Empfehlung?

Knut von Walter

Sehr geehrter Herr
Reinfried Grundmann, HSC

ich begrüße es sehr, dass Sie mit Ihrem Erfahrungsschatz Ratsuchende bezüglich
Weiterbildungsmöglichkeiten wie mich beraten.

Mein beruflicher Hintergrund ist wie folgt: Nach meinem Abitur 1994 ( 2,0)machte ich
von 2000 bis 2003 eine Umschulung zum Fachinformatiker Richtung
Anwendungsentwicklung ,(IHK). Auf Grund meiner labilen psychischen
Gesundheit musste ich aber nach 3 Versuchen abbrechen. Danach war ich
lange krank. Seit ca. 3 Jahren habe ich mich mit Hilfe von
ehrenamtlichen Tätigkeiten, einem Praktikum und von Minijobs wieder
auf den ersten Arbeitsmarkt hinaufgearbeitet. Mein jetziger
Arbeitgeber ist www.microce.de

Meine Stärken sind
gute Kenntnisse in Ubuntu Linux und der Erstellung von Webseiten mit
Hilfe von Content Management Systemen. Zuerst mit Joomla(
http://indogerman.net/ ), die
letzten 2 Webseitenprojekte habe ich aber mit CMS Wordpress erstellt
( www.tulkusonam.de ; www.transformer-haircutter.de
).

Alle Kenntnisse bezüglich von Joomla und Wordpress habe ich mir autodidaktisch
beigebracht. In der Umschulung hatte ich gute Noten bei den Prüfungen
bezüglich Programmierung. Aufgrund meiner langen Krankheit konnte
ich diese Kenntnisse erst jetzt in den letzten Monaten
beruflich einsetzen. Meine Frage an Sie: Können Sie mir raten,
welche Fort- und Weiterbildungen für mich sinnvoll und nützlich
sein können, um mich beruflich weiter zu qualifizieren? Wenn Sie
bisherige Zeugnisse von mir benötigen, sende ich Sie Ihnen gerne.

Mit freundlichen Grüßen Knut von Walter

Reinfried Grundmann

Liebe Leserinnen und Leser des CW-Karriereforums,

bis zum 11.01.2017 darf ich sie bei ihren Fragen rund um Karriere, Personal, Personalberatung
und Personalvermittlung beraten.

Feiertage und Jahresende sind für Viele eine Zeit in sich zu gehen, über das Erreichte oder nicht Erreichte nachzudenken und zu überlegen, ob es wirklich das Richtige ist, was man gerade beruflich tut.

Sollten sie über ihre beruflichen Gedanken andere Meinungen, Ideen oder auch nur ein wenig Input brauchen, nutzen sie dieses Forum und posten sie ihre Fragen.

Der IT Markt boomt und die Digitalisierung bietet in den nächsten Jahren viele Möglichkeiten sich beruflich und dadurch auch persönlich weiter zu entwickeln. Lassen sie uns darüber
sprechen…

Ich freue mich über einen regen Austausch, wünsche ihnen und ihren Lieben ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2017!
Ihr Reinfried Grundmann

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