Gadget des Tages

Kamera auf Abwegen - Die Polaroid SC1630 mit Android

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Eine Kamera mit Android? Polaroid wagt den Schritt in neue Gefilde und bringt die erste vollwertige Digitalkamera mit dem Betriebssystem heraus. Ob die Strategie erfolgreich ist?

Die Verbreitung von Smartphones ist für die meisten Hersteller von Digitalkameras zu einem existentiellen Problem geworden. Warum soll man sich einen Fotoapparat kaufen, wenn das Mobiltelefon mittlerweile ansehnliche Fotos macht? Die Antwortet von Polaroid lautet: Weil Smartphones keinen optischen Zoom haben, die SC1630 dagegen schon.

Das Gerät ist mit einem 16-Megapixel-CCD-Sensor ausgestattet, hat einen dreifachen optischen Zoom und ein Xenon-Blitz. Videos nimmt die SC1630 mit 720p auf. Die Fotos und Filme lassen sich auf einem 3,2 Zoll Touchscreen anschauen, der eine Auflösung von 800 mal 400 Pixel hat. Zur Hardwareausstattung gesellen sich 512 MB Arbeitsspeicher, 512 MB Flash-Speicher, ein Steckplatz für eine microSD-Karte (bis zu 32 GB) und ein Anschluss für Micro-USB hinzu.

Eigentliches Herzstück ist allerdings die Integrierung des Android-Betriebssystems und die installierten Apps. Hierzu gehören die automatische Gesichts- und Lacherkennung, Bildbearbeitungssoftware und die Möglichkeit des Geo-Taggings (Bilder mit GPS-Koordinaten). Da die Kamera über Wifi und Bluetooth verfügt, lassen sich Fotos direkt ins Internet laden. Zudem kann man darüber auf weitere Apps für Android zugreifen und diese bei Bedarf installieren.

Die SC1630 wurde auf der CES in Las Vegas vorgestellt und wird erst im Laufe des Jahres auf den Markt gebracht. Der kommerzielle Erfolg ist allerdings umstritten, ist doch das Alleinstellungsmerkmal lediglich der optische Zoom. Die weiteren Funktionen lassen sich problemlos mit einem Smartphone erledigen. Ein genaues Datum und den Preis hat Polaroid auf Anfrage nicht genannt.