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Jupiter: E-Commerce hat seinen Preis

05.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Marktforschungsinstitut Jupiter Comunications, das gerade den eigenen Börsengang angekündigt hat, stellt für den weltweiten E-Commerce Ernüchterndes fest: Von 100 online ausgegebenen Dollars generieren derzeit gerade einmal sechs ein echtes Neugeschäft - die restliche 94 Prozent kannibalisieren das traditionelle Business. Von den für 1999 prognostizierten 11,9 Milliarden Dollar entfallen also gerade 720 Millionen auf echte, neue Online-Transaktionen. Nach Ansicht von Jupiter wird sich an diesem Mißverhältnis mittelfristig nicht ändern: Auch im Jahr 2002 fällt der Anteil des echten Neugeschäfts mit 6,5 Prozent (drei von erwarteten 41,01 Milliarden Dollar) kaum höher aus. Ken Cassar von Jupiter appelliert daher an alle Unternehmen, mit dem unumgänglichen Schritt ins Web nicht länger zu zögern: "Eine Internet-Strategie bietet nicht

notwendigerweise neue Möglichkeit, aber zumindest die Möglichkeit, einen vorhandenen Marktanteil zu sichern." Andernfalls, so der Analyst, würden traditionelle Kaufleute ihre Kunden nämlich so oder so verlieren - an die Online-Konkurrenz.