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Juniper macht weniger Umsatz und Verlust

16.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Netzwerkausrüster Juniper Networks hat in seinem vierten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 5,1 Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie ausgewiesen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch ein Plus von 62,16 Millionen Dollar oder 18 Cent pro Anteilschein verbucht. Allerdings konnte Juniper sein Defizit gegenüber dem dritten Geschäftsquartal deutlich verringern: In den Monaten Juli bis September 2001 lag der Nettoverlust noch bei 29,7 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie.

Allerdings sanken im vierten Quartal die Einnahmen kräftig: Juniper erwirtschaftete mit 151 Millionen Dollar 49 Prozent weniger als im vierten Geschäftsquartal 2000. Der Grund für den Umsatzrückgang lag vor allem in der Investitionszurückhaltung von Junipers Großkunden wie Qwest Communications und Ericsson. Auch die internationalen Einnahmen entwickelten sich rückläufig: Sie machten im vierten Geschäftsquartal nur noch 24 Prozent des Gesamtumsatzes aus; in den vorhergehenden drei Monaten lag die Quote noch bei 34 Prozent.

Im gesamten Geschäftsjahr 2001 verzeichnete Juniper einen Umsatz von 887 Millionen Dollar. Das sind knapp 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettoverlust belief sich auf 13,4 Millionen Dollar oder vier Cent je Aktie. 2000 erwirtschafteten die Netzwerker noch einen Profit von 147,9 Millionen Dollar oder 43 Cent pro Anteilschein.

Unternehmenschef Scott Kriens rechnet nicht mit einer baldigen Umsatzerholung. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres geht er von Einnahmen in Höhe von 305 bis 315 Millionen Dollar aus. Der operative Profit soll sich auf sieben Cent je Aktie belaufen. (ka)