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J.D. Edwards leidet unter der Konjunkturflaute

23.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - J.D. Edwards, Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware, hat gestern Zahlen für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres vorgelegt. In der Bilanz weist das Unternehmen einen Nettoverlust von 185,9 Millionen Dollar oder 1,65 Dollar pro Aktie aus, deutlich höher als der Fehlbetrag aus dem Berichtszeitraum des Vorjahres von 22,6 Millionen Dollar oder 21 Cent je Anteilschein. Abzüglich außergewöhnlicher Belastungen beträgt der Fehlbetrag 3,2 Millionen Dollar oder drei Cent pro Aktie und liegt damit unter der Warnung von Anfang des Monats. Analysten hatte laut First Call/Thomson ein Minus von acht Cent je Anteilschein erwartet.

Die Einnahmen von J.D. Edwards gingen im Jahresvergleich von 261,1 Millionen Dollar um 22 Prozent auf 204,2 Millionen Dollar zurück. Während die Company aus Denver beim Servicegeschäft um knapp sieben Prozent auf 154,2 Millionen Dollar zulegte, trägt der Einbruch im Lizenzgeschäft von 116,7 auf nur noch 50 Millionen Dollar deutlich den Stempel der Investitionszurückhaltung durch die US-Rezession.