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Online-Musikshops

iTunes führt als stärkste Marke

09.10.2008
Von pte pte
Apple führt mit seinem Musikdienst in punkto Markenbekanntheit die Liste der kostenpflichtigen Downloadservices an.

iTunes ist nicht nur bei den Verkaufszahlen, sondern auch in der Wahrnehmung der Nutzer das stärkste Angebot in diesem Bereich, wie eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Ipsos zeigt. Neben dem Apple-Angebot verzeichnen Amazon und Rhapsody die größte Bekanntheit unter Menschen, die regelmäßig Musik downloaden. Alle drei konnten ihre Wahrnehmung im Laufe dieses Jahres deutlich steigern.

iTunes 8 mit iTunes Store
iTunes 8 mit iTunes Store

Weniger erfreulich fällt das Ergebnis für die Plattform eMusic aus. Weder die Nutzerzahlen, noch die Markenbekanntheit legten zu. Die Marken MTV und VH1 mussten sogar Einbußen hinnehmen und sanken deutlich ab. Der Hauptgrund dafür liegt wohl daran, dass MTV seinen eigenen Musikdienst aufgegeben und sich mit Rhapsody zusammengeschlossen hat. Im Gegenzug überraschte Amazon, dessen Musikdienst erst vor rund einem Jahr startete, mit einer starken Präsenz. Laut Ipsos sei die Wahrnehmung durchaus mit den Top-Marken hinter iTunes zu vergleichen. In Hinblick auf die Nutzerzufriedenheit befänden sich Amazon und iTunes gar auf Augenhöhe.

"Grundsätzlich spielen Zusatzdienste der Musikservices eine wesentliche Rolle für die User", erklärt Sascha Theismann, Geschäftsführer von Smart-Research Online Markt- und Meinungsforschung, gegenüber pressetext. Studien zum Thema "Paid Content" hätten gezeigt, dass beispielsweise 82 Prozent der Befragten in dem Angebot, Bildmaterial wie etwa CD-Cover herunterladen zu können, eine sinnvolle Zusatzleistung sehen. Die Ipsos-Studie bestätigt, dass iTunes bislang auf praktisch allen Ebenen den Markt dominiert. Das bedeute aber nicht, dass es keinen Raum für innovative neue Wettbewerber gebe, die alternative Angebote auf den Markt bringen.

Das Überleben im digitalen Downloadgeschäft gestaltet sich jedoch nicht einfach. So sind seit der vorangegangenen Ipsos-Untersuchung inzwischen einige Angebote wieder vom Markt verschwunden. Sony's Connect, Yahoo! Music und MSN Music sind nur einzelne Beispiele. Gleichzeitig drängen wiederum ständig neue Dienste in den Bereich und versuchen von dem Download-Boom zu profitieren. Die kleineren Anbieter, deren Namen nicht sehr populär sind, konnten ihren Bekanntheitsgrad laut der Studie bis dato nicht steigern. Sie zählen derzeit vielmehr zu den Verlieren, als dass sie den Konkurrenzdruck auf iTunes erhöhen würden. (pte)