CeBIT 2014

IT-Security – der Mittelstand fühlt sich relativ sicher

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
In Sachen IT-Sicherheit fühlen sich mittelständische deutsche Unternehmen einigermaßen gut aufgestellt. Das hat das Marktforschungs- und Beratungshaus Techconsult in einer Studie herausgefunden. Dennoch gebe es in vielen Bereichen Luft nach oben.

Auf der CeBIT 2014 stellte Techconsult die Studie "Security Bilanz Deutschland" vor. Befragt wurden dazu ab Anfang des Jahres mehr als 500 kleine und mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Industrie, Handel, Dienstleistungen, Banken und Versicherungen sowie öffentliche Verwaltungen und Non-Profit-Unternehmen mit 20 bis 1.999 Mitarbeitern. Das Ergebnis fasst der zuständige Analyst Henrik Groß so zusammen: "Mittelständische Unternehmen fühlen sich einigermaßen sicher, liegen mit ihrem Sicherheitsgefühl aber nicht im Top-Bereich. Hierfür steht der ermittelte Sicherheitsindex von durchschnittlich 57 von maximal 100 Punkten."

Mittelständische Unternehmen empfinden ihre Schutzmaßnahmen als ausreichend, kommentiert Techconsult-Analyst Henrik Groß.
Mittelständische Unternehmen empfinden ihre Schutzmaßnahmen als ausreichend, kommentiert Techconsult-Analyst Henrik Groß.
Foto: Techconsult

Aus den Zahlen lasse sich zwar schließen, dass viele Maßnahmen, Lösungen und Regelungen, die IT- und Informationssicherheit sicherstellen sollen, auf den Weg gebracht seien. Es gebe aber noch deutlich Luft nach oben, was sich auch an der großen Spanne der Ergebnisse zeige: Die besten 25 Prozent der befragten Unternehmen erreichen 78 und mehr Indexpunkte, die schlechtesten 25 Prozent dagegen nur 38 Punkte oder weniger. Die von Unternehmen aus dem Mittelstand wahrgenommene Gefährdung ist der Studie zufolge durchschnittlich ausgeprägt. Die für den Gefährdungsindex ermittelten Werte liegen im Schnitt bei 46 von maximal 100 Punkten. Das lege den Schluss nahe, dass sich die Befragten keiner dramatischen Bedrohung ausgesetzt sähen und ihre Schutzmaßnahmen subjektiv als ausreichend empfänden. Techconsult stellt den detaillierten Ergebnisbericht auf dem Studienportal www.security-bilanz.de zur Verfügung.