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IT-Projekt Herkules der Bundeswehr verzögert sich

10.05.2004

Der Vertragsabschluss für die Modernisierung der Bundeswehr-IT ist laut einem Bericht des "Handelsblatt" erneut verschoben worden. Demnach würden sich die Verhandlungen mit dem Industriekonsortium "Isic 21" über die Gründung einer halbprivaten IT-Gesellschaft noch bis Oktober des laufenden Jahres hinziehen. Ursprünglich wollte sich das Bündnis aus dem Beratungshaus CSC Ploenzke, dem Rüstungskonzern EADS und Mobilcom bis März 2004 mit dem Bundesministerium für Verteidigung über das rund 6,7 Milliarden Euro teure Projekt einigen. Mit Herkules will die Bundeswehr ihre komplette Kommunikationsinfrastruktur erneuern. Aufgrund der Verzögerungen des bereits 2001 ausgeschriebenen Vorhabens wird es für beide Seiten eng. Laut den

Ausschreibungsunterlagen müssen die Verhandlungen bis spätestens Ende 2004 abgeschlossen sein. Sollte es zu keinem Ergebnis kommen, werde der Bund erneut mit dem konkurrierenden Konsortium aus IBM, Siemens und der Deutschen Telekom verhandeln. Von den beteiligten Parteien wollte sich bislang niemand zum Verlauf der Verhandlungen äußern. (ba)