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IT-Leiter tappen im Dunkeln

24.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - 84 Prozent der europäischen IT-Leiter sehen sich nicht in der Lage, ihre IT-Portfolios zu überwachen. Sie benutzen Ad-hoc-Methoden, um sich über den Stand der Projekte zu informieren. Per Schreibarbeit und Meetings verwalten 57 Prozent ihre Projekte. Das sind Befunde der Markftforschungsagentur Illuma Research, die im Auftrag von Compuware 400 CIOs, CTOs und IT-Direktoren in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden befragt hat.

Drei Viertel der IT-Verantwortlichen könnten andere Abteilungen nicht aus dem Stand über den Status von DV-Projekten informieren. Nur 16 Prozent verfügen über die technischen Mittel, in Echtzeit Einblick in Entwicklungsarbeiten zu bekommen und Entscheidungen auf der Basis aktueller Daten treffen zu können. Bei Überschreitungen von Zeit- und Budgetvorgaben greifen 78 Prozent wieder zu Ad-hoc-Methoden, um die Ursachen zu ergründen.

Das Ergebnis des fehlenden Durchblicks ist, dass unglaublich viele IT-Projekte scheitern. Bei einem Drittel der Unternehmen kommen 21 bis 40 Prozent der Vorhaben zu keinem positiven Abschluss. Bei genauso viel Firmen laufen ebenso viele Projekte finanziell aus dem Ruder. 18 Prozent der Befragten sagten aus, dass sogar 41 bis 60 Prozent der Projekte ihr Ziel verfehlen. Gleich viele Projekte überschreiten bei jedem vierten Unternehmen ihr Budget. (ls)