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IT-Fortbildungsverordnung tritt heute in Kraft

17.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die neue Fortbildungsverordnung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für den IT-Bereich tritt am heutigen Freitag in Kraft. Die darin definierten Abschlüsse sollen Absolventen und IT-Ausbildungsberufe und Seiteneinsteigern im IT-Sektor berufliche Perspektiven eröffnen, die bislang überwiegend Hochschulabsolventen vorbehalten waren. Damit werde zugleich der Nachfrage nach Fachkräften im IT-Bereich Rechnung getragen, so das Ministerium.

Die Fortbildungsordnung sieht Abschlüsse auf zwei Ebenen vor. In einem ersten Schritt sind folgende Abschlüsse möglich:

Geprüfter IT-Entwickler

Geprüfter IT-Projektleiter

Geprüfter IT-Berater

Geprüfter IT-Ökonom

Diese so genannten operativen Professionals können Geschäftsprozesse in den Bereichen Entwicklung, Organisation, Beratung oder Vertrieb und Marketing gestalten sowie Mitarbeiter führen.

Nach einer einschlägigen Ausbildung und einer mindestens zweijährigen Berufspraxis als IT-Spezialisten ist in einer zweiten Stufe die Weiterqualifizierung als

Geprüfter Informatiker

Geprüfter Wirtschaftsinformatiker

offen. Diese als strategische Professionals bezeichneten Fachkräfte können die IT-Geschäftsfelder eines Unternehmens am Markt positionieren, entsprechend fortentwickeln sowie strategische Allianzen und Partnerschaften schließen.

Prüfungen für die genannten Abschlüsse nehmen die Industrie- und Handelskammern ab. Das neue IT-Weiterbildungssystem wurde gemeinsam mit den Sozialpartnern und der IT-Branche entwickelt. Die Qualifikationsinhalte entsprächen den Anforderungen in der Praxis und seien für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber transparent. Weiterführende Hinweise finden sich hier. (tc)