IT-Services

IT-Dienstleister profitieren von der Krise

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Gefragt sind zurzeit vor allem Firmen, die Beratung, Umsetzung und Outsourcing aus einer Hand anbieten.

Die Krise zwingt Unternehmen aller Branchen, ihre Kostenstruktur auf Einsparpotenziale zu überprüfen. Viele entscheiden sich im Zuge dessen für die Zusammenarbeit mit externe Partner oder bauen die bestehenden Beziehungen zu ihren Providern aus. Der Bedarf, strategische Kostenreduktionen mit Hilfe eines IT-Dienstleisters zu erzielen, ist deutlich gestiegen, berichtet Stephan Scholtissek,Geschäftsführer von Accenture Deutschland, im Gespräch mit der Beratungsfirma Lünendonk. Besonders beliebt sei das Geschäftsmodell "Business Innovation/Transformation Partner" (BITP). Gemeint sind Gesamtdienstleister, die einen Mix aus Management-und IT-Beratung, Umsetzung, Outsourcing und BPO (Business Process Outsourcing) aus einer Hand anbieten.

"In Krisen müssen Unternehmen ihre Strategie überdenken, sich neu ausrichten und sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren", begründet der Manager. Die Beratungs- und Dienstleistungsbranche müsse diese Chancen zu nutzen und ihre Kunden langfristig dabei unterstützen, Innovationen in Form erfolgreicher Geschäftsmodelle am Markt zu positionieren. Dabei entwickle sich die globale Reichweite zu einem entscheidenden Erfolgskriterium. "IT-Serviceanbieter, die für weltweit operierende Konzerne tätig sein wollen, brauchen ein internationales Dienstleistungsnetzwerk und eine kritische Masse, um Großaufträge abwickeln zu können", so Scholtissek. Den Marktanalysen von Lünendonk zufolge haben hier vor allem Accenture, IBM und Capgemini gute Chancen.