Gadget des Tages

iRobot - Staub wischen mit Technik

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Das US-Unternehmen iRobot wurde 2001 durch Roboter bekannt, die nach den Anschlägen auf das World Trade Center bei der Suche von Überlebenden halfen. Heute finden sich einige Geräte auch in Haushalten.

Im Jahr 1990 gründeten die drei Mitarbeiter des MIT (Massachusetts Institute of Technology), Rod Brooks, Colin Angle und Helen Greiner, iRobot. Ihr Ziel: Roboter sollten den Alltag revolutionieren. Zunächst entwickelten sie aber Roboter für die Erforschung des Weltalls. Später folgten Maschinen zur Bergung von Menschen und für die Entschärfung von Bomben. So verwenden die US-Streitkräfte beispielsweise den iRobot 510 Packbot im Irak und Afghanistan.

Roboter für die tägliche Reinigung

Ihr ursprüngliches Ziel verloren die Firmengründer aber nicht aus den Augen. Mittlerweile bietet das Unternehmen Roboter zum Staubsaugen (iRobot Roomba), zum Dachrinnen (iRobot Looj 330) und Swimming-Pool reinigen (iRobot Mirra 530) sowie zum Bodenwischen an (iRobot Braava).

Vor allem letzteres dürfte für Häuser mit Laminat und Parkettboden eine interessante und etwas preisgünstigere Alternative zu Staubsaugrobotern sein. Um sich zu orientieren, wird das Gadget mit einem würfelförmigen Navigationsgerät geliefert. Diese funktioniert zusammen mit dem sogenannten NorthStar Navigationssystem. Auf der Vorderseite befindet sich ein magnetisches Pad, an dem ein Mehrweg- oder Einwegtuch befestigt werden kann. Dabei wischt der iRobot Braava den Boden entweder trocken oder feucht. Für beide Putzarten wird jeweils ein Mikrofasertuch mitgeliefert.

Zwei Modelle verfügbar

Im Trockenmodus soll das Gadget 74 Quadratmeter in drei Stunden schaffen. Die feuchte Reinigung dauert zwei Stunden, allerdings werden lediglich 24 Quadratmeter in dieser Zeit gereinigt. Die Energie zum Wischen kommt aus einem Akku mit 1500 Milli-Ampere-Stunden. Wie lange dieser hält, wird von iRobot nicht mitgeteilt. Die Ladezeit ist dagegen zeitraubend: Zwischen zehn und zwölf Stunden dauert ein Ladevorgang.

Der iRobot Braava ist in zwei Modellen erhältlich. Der Braava 320 bringt die genannten Spezifikationen mit und wird für 230 Euro entweder beim deutschen Importeure KleinRobotics oder Amazon angeboten. Die Reinigungsleistung des Braava 380 soll etwas üppiger sein: Im Trockenmodus schafft der Roboter 93 Quadratmeter in vier Stunden. Möchte man den Boden feucht reinigen, erreicht er 33 Quadratmeter in 2,5 Stunden. Zudem können bis zu drei Navigations-Cubes für die Reinigung von drei verschiedenen Räumen platziert werden. Die Akkuleistung beträgt 2000 Milli-Ampere-Stunden, wobei das Laden lediglich vier Stunden betragen soll. Für 300 Euro ist das Gadget bei KleinRobotics oder Amazon erhältlich.

Übrigens: Wer das nötige Kleingeld hat, kann das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und gleich mehrere Wischroboter zum Gruppentanz antreten lassen. Wie das aussieht, zeigt das folgende Video (Die Mint-Wischer wurden 2012 mitsamt dem Hersteller Evolution Robotics von iRobot übernommen):