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Iona rechnet mit höherem Verlust

08.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hinter der Pressemitteilung des Softwareherstellers Iona Technologies mit dem Titel "Iona verkündet vorläufige Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals" verbirgt sich de facto eine Gewinnwarnung. Das in Dublin ansässige Unternehmen rechnet für seinen am 30. September abgelaufenen Berichtszeitraum mit einem Pro-Forma-Nettoverlust von 2,2 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie. Das Defizit fällt damit höher aus, als das von den Analysten im Durchschnitt erwartete Minus von fünf Cent pro Anteilschein. Der Umsatz des Middleware- und EAI-Spezialisten (Enterprise Application Integration) soll sich auf 41 Millionen Dollar belaufen, was eine leichte Steigerung gegenüber den im dritten Fiskalquartal 2000 erwirtschafteten 39,9 Millionen Dollar bedeutet.

Als Grund für den höheren Verlust nannte Firmenchef Barry Morris die Ereignisse vom 11. September, die eine Geschäftsunterbrechung bewirkt und zu schwierigen Marktkonditionen geführt hätten. Finanzchef Dan Demmer fügte hinzu, man habe die Ausgaben gegen Ende September weiter reduziert: "Gegenwärtig erwarte ich ein Umsatzwachstum und die Rückkehr zur Pro-Forma-Rentabilität für das Dezemberquartal." Die endgültigen Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal will Iona am 17. Oktober vorlegen.