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Investitionsverluste senken Accentures Gewinn

10.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IT-Beratungsgesellschaft Accenture verzeichnete im ersten Finanzquartal 2001/02 (Ende: 30. November 2001) einen Gewinnrückgang um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettoprofit sank von 148,5 Millionen Dollar oder 36 Cent je Anteil auf 81,7 Millionen Dollar oder zwanzig Cent pro Aktie. Laut First Call/Thomson Financial hatten die Analysten im Schnitt mit einem Profit von 24 Cent je Aktie gerechnet. Nach Ansicht vieler Finanzexperten hält sich Accenture damit jedoch noch besser als die Konkurrenz.

Wie ein Firmensprecher erklärte, ist der Gewinnrückgang vor allem auf defizitäre Aktiengeschäfte und Firmenbeteiligungen zurückzuführen. Mit diesem hätten die Berater in den Monaten September, Oktober und November einen Verlust von 94,7 Millionen Dollar erlitten. Ein Jahr zuvor konnte Accenture mit Hilfe von Firmenbeteiligungen noch einen Gewinn von 219,1 Millionen Dollar erzielen.

Auf der anderen Seite gelang es Accenture, die Nettoeinnahmen gegenüber dem Vergleichsquartal um 5,6 Prozent von 2,83 Milliarden auf 2,99 Milliarden Dollar zu steigern. So verbuchte das Behördengeschäft einen Umsatzzuwachs von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und brachte 337 Millionen Dollar ein. Die Outsourcing-Sparte legte um 32 Prozent auf 548 Millionen Dollar zu und macht jetzt 18 Prozent des Gesamtgeschäfts aus. Aufgrund der Konjunkturflaute brachen jedoch die Umsätze von wichtigen Sparten wie der Communications & Hightech (743 Millionen Dollar) oder Financial Services (717 Millionen Dollar) um 14 beziehungsweise sechs Prozent ein.

In den USA fielen die Einnahmen um sieben Prozent auf 1,44 Milliarden Dollar. In Europa, dem Mittleren Osten, Afrika und Indien konnte das Beratungshaus dagegen um 26 Prozent zulegen und verbuchte 1,33 Milliarden Dollar Einnahmen. Accenture-CEO Joe Forehand rechnet trotz des Einbruchs im Consulting-Geschäft fest damit, die Prognosen der Wallstreet für das Geschäftsjahr 2001/02 von einem Gewinn in Höhe von 87 Cent pro Aktie zu erfüllen. So konnte das Unternehmen bereits in den ersten vier Monaten des Fiskaljahres Beratungs- und Outsourcing-Verträge im Wert von insgesamt 5,6 Milliarden Dollar an Land ziehen.