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Intershop-Chef "erschüttert" über Kurseinbruch

05.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Stephan Schambach, Gründer und Vorstandschef des E-Commerce-Spezialisten Intershop, zeigte sich "erschüttert" über die harte Reaktion der Börse auf die vor kurzem verkündete Gewinnwarnung für das vierte Quartal 2000. Mit dem Einbruch der Aktie habe er so nicht gerechnet, erklärte er in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital". Das Unternehmen rechnet für die letzten drei Monate des vergangenen Fiskaljahres mit einem Nettofehlbetrag zwischen 30 und 32 Millionen Euro oder 36 bis 38 Cent pro Aktie. Das Wertpapier, das allein am vergangenen Dienstag um über 70 Prozent auf 9,90 Euro durchgereicht wurde, notierte am heutigen Freitag Nachmittag bei 8,27 Euro.

"Der Rückschlag erwischte uns auf dem linken Fuß, wir hatten erwartet, eine Reihe wichtiger Verträge zum Jahresende abzuschließen," erklärte Schambach. Vor allem in den USA hätten sich einige Kunden jedoch nicht an die Absprachen gehalten. Nun will der 30-jährige Firmengründer einen strikten Sparkurs fahren, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Zu Entlassungen auf breiter Front solle es dabei jedoch nicht kommen. Möglich wäre allerdings ein teilweiser Rückzug aus dem US-Geschäft.