Fraunhofer-Studie

Internet Explorer 9 bietet den besten Malware-Schutz

15.03.2012
Der Internet Explorer 9 von Microsoft hat in einer aktuellen Studie zu Sicherheitsfunktionen von Browsern die versammelte Konkurrenz geschlagen.
Internet Explorer 9 mit der legendären "Fish-Tank"-Demo zum Nachweis der hardwarebeschleunigten Grafik
Internet Explorer 9 mit der legendären "Fish-Tank"-Demo zum Nachweis der hardwarebeschleunigten Grafik
Foto: Microsoft

Das Fraunhofer Institut SIT untersuchte spezielle Abwehrmechanismen gegen Schadsoftware. Bei der Abwehr von Angriffen von infizierten Websites mit Hilfe sogenannter Malware hat sich dabei der Internet Explorer deutlich gegen Googles Chrome und Apples Safari durchgesetzt, teilte das Institut für Sichere Informationstechnologie am Donnerstag mit. Absolutes Schlusslicht bildete der Firefox 6 (aktuell ist bei dieser Open-Source-Software allerdings mittlerweile die Version 11).

Internet-Browser nutzen heute eine Vielzahl von Verfahren, um den Nutzer unterwegs im Netz gegen Angriffe zu schützen. Das Fraunhofer Institut untersuchte in seiner Studie ausschließlich gängige Verfahren zur Abwehr von Schadsoftware auf Webseiten. Bei den Verfahren (adressbasierte und inhaltsbasierte Reputationssysteme) werden aufgerufene Webseiten anhand aktueller Listen überprüft, ob sie bereits als Verbreiter von Schadsoftware bekannt sind.

Dabei wurde gemessen, welche Malware-Angriffe der Browser insgesamt erkennt und wieviel Zeit dafür gebraucht wird. Unter die Lupe nahmen die Forscher Chrome 14 (Google), Safari 5 (Apple), Internet Explorer 8 und 9 (Microsoft) sowie Firefox 6 (Mozilla). "Insgesamt haben Internet Explorer 9 und Internet Explorer 8 über alle Teilergebnisse betrachtet die besten Leistungen erzielt", heißt es in der Studie.

Als einziger Browser unterstützte der Internet Explorer 9 zudem die sogenannte inhaltsbasierte Reputation, das heißt das automatische Analysieren und Erkennen von Inhalten einer heruntergeladenen Datei. Die Technik sei allerdings noch verbesserungsfähig, so die Forscher. Lediglich 14,9 Prozent der getesteten Malware sei aus einer präparierten Datensammlung damit erkannt worden.

Für die am Donnerstag vorgestellte Studie wurden über vier Wochen hinweg die URLs (Adressen) von Webseiten gesammelt, die bösartige Inhalte transportieren. Durch den Aufruf der URL oder direkt der Schadsoftware wurden die Browser realen Angriffen ausgesetzt. Die Forscher untersuchten, wie die Software auf die Angriffe reagieren. Die Studie wurde unter anderem von Microsoft mitfinanziert. Einfluss auf Methodik und Durchführung habe es jedoch zu keiner Zeit gegeben, betont das Fraunhofer Institut.

Anfang Februar hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine konkrete Empfehlung für den Chrome-Browser von Google ausgesprochen. Da Chrome als einziger Browser eine Sandbox-Technologie nutze, die im Zweifel den Rechner vor Schädlingen im Netz abschotte, sei Googles Browser derzeit der sicherste Browser, so das Bundesamt.