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Interaktive Schaufensterscheibe mit Internet-Anschluss

31.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Frankfurter Consultec AG hat den nach ihren Angaben größten Touchscreen in der Computergeschichte vorgestellt. Der Schirm mit den Maximalmaßen zwei mal fünf Meter lässt sich in jede Schaufensterscheibe einbauen. Damit können Kaufhäuser interaktiv Werbeangebote zeigen. Die Schaufensterbummler entscheiden selbst, welche Produkte, Promotions oder Videoclips sie sehen wollen, indem sie auf die berührungsempfindliche Scheibe zeigen.

Auf Wunsch koppelt Consultec den schaufenstergroßen Schirm auch mit dem Internet oder einer firmeneigenen Website. So können die Passanten auch nach Geschäftsschluss im Online-Angebot der Firmen stöbern.

Derzeit laufen mehrere Pilotprojekte mit dem interaktiven Schaufenster. So setzt nach Angaben von Consultec derzeit eine deutsche Großbank die Technologie in 18 Filialen im gesamten Bundesgebiet ein. Nach der Testphase will das Finanzunternehmen sein gesamtes Filialnetz mit den Riesen-Touchsreens ausstatten. Weitere Pilotprojekte werden derzeit von Einzelhandelsketten und Kaufhäusern durchgeführt. Namen wollte Consultec noch nicht nennen.

Die dahinter liegende Technik funktioniert folgendermaßen: Hinter der Schaufensterscheibe wird eine Projektionsfolie aufgehängt. Ein Videoprojektor wirft beispielsweise das Computerbild vom Innenraum her großflächig auf die Folie. Von außen wird ein Spezialaufsatz auf der Einfassung der Scheibe befestigt. Dieser sendet waagerecht und senkrecht Infrarotstrahlen aus, die das gesamte Schaufenster mit einem unsichtbaren Lichtschrankenvorhang versehen. Zeigt man mit dem Finger auf die Scheibe, wird der Vorhang unterbrochen und eine entsprechende Rückmeldung an den Projektor gesandt. Die Steuerung des Systems erfolg über einen PC, so dass sich jede beliebige PC-Software über den Riesenbildschirm bedienen lässt. Der Außenaufsatz ist laut Consultec vor Vandalismus geschützt.