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Intel verliert italienischen "inside"-Prozess

17.02.2006
Ein Gericht in Neapel hat Intel den Markenschutz für das Wörtchen "inside" im Zusammenhang mit Firmennamen abgesprochen - sehr zur Freude eines kleinen PC-Bauers und anderer Firmen.

"Das war ein umfassender Sieg, und Intel muss die Kosten tragen", triumphierte Silvestro Tedesco, Chef von SBF Elettronica. "Das Gericht hat einfach unser Recht an einem allgemein gebräuchlichen Begriff bestätigt."

Intel hatte SBF im Jahr 2003 vor den Kadi gezerrt und wollte erzwingen, dass sein Logo "G Genoa Power Inside" nicht länger verwenden dürfe. Begründung: Es bestehe Verwechselungsgefahr mit dem eigenen Claim "Intel inside".

SBF hatte seine Marke in Italien bereits 1993 registrieren lassen (inzwischen enthalten die Rechner paradoxerweise längst keine Genoa-Motherboards mehr, denn Genoa ist pleite).

Das Gericht in Neapel mit zwei Spezialisten für Urheberrecht kam nun zu dem Schluss, dass beide Logos so grafisch wie konzeptionell unterschiedlich seien, dass keine Gefahr der Verwechselung durch Verbraucher bestehe.

In Europa existieren laut Tedesco noch wenigstens 116 weitere Marken, die den Begriff "inside" verwenden. Auch wenn sich das neapolitanische Urteil theoretisch auf diese auswirken könnte - Intel dürfte hier kaum mehr aktiv werden, denn der weltgrößte Chiphersteller hat Anfang des Jahres sein Marketing verändert und setzt nun auf die neue Tag Line "Leap ahead." (tc)