Nach Panne

Intel liefert bald wieder Sandy-Bridge-Chips

08.02.2011
Der weltgrößte Halbleiter-Konzern Intel kommt bei der Lösung seiner teuren Chippanne voran, die die gesamte Computerindustrie in Mitleidenschaft gezogen hat.
Sandy-Bridge-Desktop-CPU (von dem Designfehler nicht betroffen)
Sandy-Bridge-Desktop-CPU (von dem Designfehler nicht betroffen)
Foto: Intel

Ein nachgebessertes, fehlerfreies Chipset für die neue Prozessoren-Generation "Sandy Bridge" soll nun etwa zwei Wochen früher als geplant an die Computerhersteller ausgeliefert werden, nämlich Mitte statt Ende dieses Monats. Die Produktion laufe, teilte Intel am Montag im kalifornischen Santa Clara mit.

Allerdings, und das wird einige Computerkäufer verunsichern, wird Intel auf Drängen der PC-Hersteller den Verkaufsstopp für seine bereits gefertigten, fehlerhaften Chipsets lockern. Die problematischen Chips würden aber nur in solchen Systemen verbaut, bei denen der Fehler nicht auftrete, versprach Intel. Die Computerbauer müssten sich dazu verpflichten. Bei den großen Herstellern wie HP und Dell stehen viele Bänder still, weil die Teile fehlen.

Intel hatte vor einer Woche den Fehler eingeräumt, sogleich die Produktion und Auslieferung gestoppt und einen Rückruf gestartet. Das fehlerhafte Bauteil steuert unter anderem Festplatten oder DVD-Laufwerke an und kann hier zu Beeinträchtigungen führen. Intel rechnet mit Kosten von 700 Millionen Dollar, um die Fertigung auf Vordermann zu bringen und bereits ausgelieferten Computer zu reparieren. (dpa/tc)