Auftragsfertigung

Intel baut bald wieder Chips mit ARM-Designs

30.10.2013
Der weltgrößte Chiphersteller Intel wird Medienberichten zufolge künftig auch wieder Prozessoren produzieren, die auf Designs seines Rivalen ARM aufbauen.

Bereits im kommenden Jahr dürfte die Fabrikation von 64-Bit-Chips starten, berichtet das Magazin "Forbes". Der "EE-Times" zufolge handelt es sich dabei um eine Auftragsfertigung für den Kunden Altera. Das Unternehmen aus San Jose (Kalifornien) nutzt als Kunde die Fertigungsprozesse von Intel. Künftig sollen auch Alteras "Stratix-10"-Komponenten auf Basis von ARM-Prozessorkernen bei Intel gebaut werden, habe Altera auf einer Fachkonferenz mitgeteilt.

Intels Fab D1D in Hillsboro, Oregon
Intels Fab D1D in Hillsboro, Oregon
Foto: Intel

Die Chip-Designs des britischen Unternehmens ARM dominieren zum Ärger von Intel seit Jahren das Mobilgeschäft. In den meisten Smartphones und Tablet-Computern steckt ein Chip mit ARM-Design, während Intel mit mehreren Anläufen in diesem Segment nur bescheidene Erfolge erzielen konnte. Die Ankündigung habe bereits "Schockwellen" in der Technologie-Branche erzeugt, schreibt "Forbes". Den Plänen zufolge würden ARMs leistungsfähige 64-Bit-Prozessoren in den technologisch hoch entwickelten Fabriken von Intel produziert werden. "Ein Duo, das kaum zu schlagen sein wird", sagte Nathan Brookwood, Analyst bei Insight 64, dem Magazin.

Intel bestätigte die Pläne bislang nicht. Die Altera Corporation mit Sitz in San Jose (Kalifornien) entwickelt programmierbare Schaltungen und Prozessoren. Seit Februar zählt das Unternehmen zu den Kunden von Intel, die in den Fabriken des Chip-Riesen ihre Produkte fertigen lassen.

Intel hatte in der Vergangenheit allerdings sehr wohl schon selbst ARM-basierende Chips produziert - zunächst die 1997 im Rahmen eines juristischen Vergleichs von DEC übernommenen "StrongARM"-Chips und später dann deren Weiterentwicklung "XScale". Die verkaufte Intel allerdings im Jahr 2006 und damit vor dem Beginn des damals noch nicht absehbaren Smartphone- und Tablet-Booms an den Marktbegleiter Marvell Technology Group. (dpa/tc)