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Instant Messaging II: Rückzieher von Microsoft?

12.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem Relaunch seiner Portalsite MSN.com will Microsoft in der kommenden Woche auch eine neue Version seiner Instant-Messaging-Software "MSN Messenger" auf den Markt bringen. Diese soll stärker mit dem Unternehmensportal und Microsofts Web-basiertem E-Mail-Service "Hotmail" integriert sein.

Dafür ist die Gates-Company offenbar bereit, künftig auf Interoperabilität mit dem konkurrierenden AOL Instant Messenger (AIM) zu verzichten. Die Programmierer in Redmond mußten etliche Arbeitsstunden aufwenden müssen, weil AOL die AIM-Anmeldeprozedur immer wieder modifziert hatte, um eine "feindliche Übernahme" durch Microsoft-Anwender abzublocken (CW Infonet berichtete). "Wir treiben dieses Spielchen nun schon seit drei Monaten, und es wird immer schwieriger, auf den AIM zuzugreifen", räumte ein Microsoft-Sprecher ein.