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Inprise wird wieder Borland ...

09.11.2000
... und steigt in den ASP-Markt ein

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf Software-Entwicklungswerkzeuge (wie "Jbuilder") spezialisierte US-Company Inprise nimmt ihren ursprünglichen Namen Borland wieder an. Vor zweieinhalb Jahren hatte das in Scotts Valley, Kalifornien, ansässige Unternehmen sich in Inprise umbenannt, um seiner neuen Strategie, sich auch im Consulting- und E-Commerce-Bereich aufzustellen, Ausdruck zu verleihen. Die Kunden konnten sich mit dem neuen Namen jedoch nie so recht anfreunden. Nach der gescheiterten Fusion mit der angeschlagenen kanadischen Softwareschmiede Corel entschloss sich Inprise jetzt zur Namensänderung. Man wolle unabhängig bleiben, die Rückkehr zum alten Namen solle dies nach außen demonstrieren, erklärte Ted Shelton, Senior Vice President für Unternehmensentwicklung.

Gleichzeitig kündigte Borland die Übernahme des kleinen ASP-Anbieters (Application Service Providing) Bedouin aus Chikago an. Die Kaufsumme wurde nicht genannt. Mit Bedouin wollen die Kalifornier in das Geschäft mit ASP-Diensten für Softwareentwickler einsteigen. Borland will einen Service zur Verfügung stellen, mit dem Unternehmen den Lifecycle ihrer Softwareentwicklung besser kontrollieren können. Die Idee ist nicht neu. Ähnliche Angebote bieten auch Merant und Compuware unabhängig voneinander an.