Rupie und Dollar schwach

Infosys enttäuscht mit Umsatzprognose

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Die schwächere Rupie und ein Steuervorteil haben Infosys Technologies ein mit 21 Prozent unerwartet hohes Gewinnplus im ersten Fiskalquartal beschert.

Infosys, hinter Tata Consultancy Services (TCS) zweitgrößter Software-Exporteur Indiens, konnte laut Finanzchef V. Balakrishnan wegen der schwachen Landeswährung seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr auf Rupienbasis erhöhen. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel trotzdem, weil Infosys seine Erlöserwartung in Dollar unverändert ließ. Dies führte zu Besorgnis um weniger Aufträge aus dem größten Markt USA aufgrund der dortigen Wirtschaftskrise.

"Die globale Wirtschaftslage bleibt weiter unsicher und könnte die IT-Ausgaben in nächstes Zeit beeinflussen", kommentierte Kris Gopalakrishnan, CEO und Managing Director von Infosys. Unterm Strich erwartet der Outsourcing-Dienstleister nun für das Fiskaljahr 2,32 bis 2,36 Dollar pro American Depository Share (ADS) Gewinn vor Steuern. Die Einnahmen sollen aber wie gehabt zwischen 4,97 und 5,05 Milliarden Dollar liegen. Das entspräche 19 bis 21 Prozent Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr.

In dem Quartal von April bis Juni steigerte Infosys den Gewinn von 10,79 Milliarden Rupien in der vergleichbaren Vorjahreszeit auf 13,02 Milliarden Rupien (umgerechnet 303,8 Millionen Dollar) oder 22,75 Rupien pro Aktie. Die Einnahmen stiegen um 29 Prozent auf 48,54 Milliarden Rupien, unter anderem dank der Gewinnung von 49 Neukunden.

An der Börse in Bombay gab die Infosys-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um 7,2 Prozent auf 1676,45 Rupien nach.