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Informatica will unstrukturierte Daten integrieren

07.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Informatica hat weitere Details des nächsten Release seiner Datenintegrationssoftware "Powercenter" veröffentlicht. Auf einer Kundenveranstaltung in Washington kündigte Chief Executive Officer Sohaib Abbasi an, dass die derzeit unter dem Codenamen "Zeus" entwickelte Version auch unstrukturierte Daten künftig transformieren kann. Möglich machen soll dies ein OEM-Abkommen mit dem Anbieter Itemfield aus San Mateo, Kalifornien, dessen Software "Contentmaster" mit Hilfe neuartiger Technik unstrukturierte und semi-strukturierte Daten parsen und umsetzen kann.

Laut Abbasi soll die Software als Zusatzoption für Powercenter angeboten werden und es ermöglichen, mit der Zeit spezifische Datenfelder finden und parsen zu können. "Über 90 Prozent aller Unternehmensdaten sind unstrukturiert und liegen als PDF-Datei, Word-Dokument, Spreadsheet, E-Mail oder Präsentation vor. Hinzu kommen häufig halbstrukturierte Daten wie beispielsweise SWIFT, HIPAA oder HL7". Zur Veranschaulichung der Funktionsweise präsentierte der Manager ein einfaches Beispiel, in dem die Software das aktuelle Kreditrisiko (Credit Score) eines Kunden aus einem PDF-Dokument extrahierte, in die Kreditrisikoberechnung einbezieht und als Teil eines Unternehmensberichts ausfertigt.

Zudem betonte Abbasi die verbesserten Möglichkeiten zum Aufbau von Powercenter-Grids durch integrierte Funktionen für Resilience, Recovery und Fail-over sowie eine laut Hersteller zehn mal höhere Leistung und Skalierbarkeit von Zeus im Vergleich zur aktuellen Version. Mit an Bord wird auch die OEM-Software für den virtuellen Datenzugriff des Anbieters Composite Software sein, mit der sich komplexe Abfragen über mehrere Datenquellen hinweg formulieren lassen. Die nächste Powercenter-Generation soll zum Herbst dieses Jahres verfügbar sein. (as)