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Infomatec korrigiert auf Druck von Mobilcom Ad-Hoc-Meldung

23.08.2000
Mobilcom verlangt Vertragswandlung

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der vergangene Woche von der COMPUTERWOCHE veröffentlichte Bericht (CW Infonet berichtete) zu Unregelmäßigkeiten bei der Infomatec Integrated Informations Systems AG hat offenbar Wellen geschlagen: Der Augsburger Konzern hat auf Drängen seines Kunden Mobilcom AG eine alte Ad-hoc-Meldung bezüglich eines gemeinsamen Vertrages korrigiert.

Stein des Anstoßes war eine im Mai 1999 veröffentlichte Pressemitteilung, derzufolge der Büdelsdorfer TK-Anbieter Infomatec einen Großauftrag für 100 000 JNT-Surfstations im Wert von 55 Millionen Mark erteilt hat. Tatsächlich hatte sich Mobilcom jedoch lediglich zur Abnahme von 14 000 Surfstations verpflichtet, was einem Volumen von neun Millionen Mark entspricht.

Infomatec bestätigte inzwischen, dass die Ad-Hoc-Mitteilung vom Vorjahr, die diesen Eindruck eines Großauftrages vermittelt hatte, "unkorrekt formuliert" worden sei. Dabei sei die mögliche maximale Auftragszahl mit der Minimum-Abnahmemenge vermengt worden, hieß es von Seiten der Augsburger. In einer neuen Ad-Hoc-Mitteilung heißt es wörtlich: "Weitere Bestellungen seitens Mobilcom zur Erfüllung der Zielvorgabe von 100 000 Stück liegen zur Zeit nicht vor." Damit nicht genug. Die Augsburger Firma räumte zudem ein, dass die an Mobilcom gelieferten Surfstations technische Probleme aufwiesen. Aufgrund dieser Fehler, die Infomatec einem Zulieferer anlastet, besteht Mobilcom auf einer Wandlung des am 19. Mai 1999 geschlossenen Vertrages.