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Infineon-Bereich Wearable Electronics macht sich selbstständig

03.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um sich stärker auf das Kerngeschäft zu fokussieren, trennt sich Infineon nun von weiteren Randaktivitäten. Wie der Münchner Chiphersteller mitteilte, hat er den Geschäftsbereich Wearable Electronics im Zuge eines Management-Buy-outs (MBO) abgespalten. Damit gehen Intellectual Property (IP) wie Patente und Lizenzen, Entwicklungs-Hard- und -Software, die bestehende Kundenbasis sowie das Teilelager und fertige Wearable-Electronics-Produkte für einen nicht genannten Betrag an die neugegründete Interactive Wear AG (iG) über. Abnehmer für die von Infineon entwickelten Elektronikkomponenten im Kleidungsbereich waren unter anderem der Sportartikel-Hersteller O'Neill und die Modefirma Rosner. Rosner hatte eine Freizeitjacke auf den Markt gebracht, mit der man mit Hilfe der eingearbeiteten Elektronik mobil telefonieren und Musik hören kann.

Am MBO beteiligt ist der technische Leiter Wearable Electronics von Infineon und jetzige CTO bei Interactive Wear, Markus Strecker. Den Vorstand übernimmt Andreas Röpert, Aufsichtsratsvorsitzende ist Frau Awa Garlinska. Alle jetzt im Management der Interactive Wear tätigen Personen haben langjährige Kontakte zu Infineon beziehungsweise Siemens oder waren dort in leitender Position beschäftigt. Außerdem wird Interactive Wear weitere Mitarbeiter des technischen Teams von Infineon übernehmen.

Mit der Ausgliederung des Bereichs hat Infineon nun die Abspaltung von Randaktivitäten beendet. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung und der Konzentration auf Kerngeschäfte hatte das Unternehmen bereits seine Biochipsparte an Siemens übergeben. Anfang April hatte Infineon außerdem die Sparte Optische Netze an das US-Unternehmen Exar verkauft. (mb)