Weniger Neueinstellungen

Indiens IT-Dienstleister werden vorsichtig

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
In der indischen IT-Services- und Call-Center-Industrie wachsen die Bäume zwar noch, aber nicht mehr in den Himmel. Die Zahl der Neueinstellungen geht zurück.

Die indische Dienstleistungsbranche - IT, Call-Center und Geschäftsprozesse - wird im laufenden Fiskaljahr bis März 2009 weniger Personal einstellen als zuletzt. Laut Branchenverband Nasscom rechnen die einschlägigen Unternehmen mit insgesamt 200.000 neuen Jobs, 276.000 waren indes angepeilt worden. Im letzten Fiskaljahr hatte die Industrie noch 250.000 neue Mitarbeiter angestellt. Die Entwicklung spiegelt einerseits die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise mit sinkenden Umsatzprognosen wider. Andererseits haben die Dienstleister die Zahl ihrer Mitarbeiter auf Standby reduziert, die bislang für eilige Kundenanforderungen vorgehalten wurden.

Der Nasscom-Verband plant, die Umsatzerwartungen im kommenden Monat erneut zu überprüfen. Bislang rechnet die Branche mit einem Anstieg der Einnahmen für Software und Services um 21 bis 24 Prozent. Im Jahr zuvor war ein Zuwachs von 28 Prozent verbucht worden.