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In Paris telefoniert man gefährlich

19.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wer in Paris auf offener Straße mit dem Handy telefoniert, dem kann es passieren, dass es ihm en passant von Dieben aus der Hand gerissen wird. Auch in Cafés oder Bistros tummeln sich die Telefonräuber, die das begehrte Gerät ganz einfach vom Tisch klauen. Die Métro ist ebenfalls nicht unbedingt der sicherste Ort für Mobiltelefonierer. Der Handyklau hat inzwischen so überhand genommen, dass die Zahl der gestohlenen Telefone (12 000) im vergangenen Jahr die der entwendeten Autos (11 000) erstmals übertroffen hat. Die Telefon-Kidnapper sind im übrigen nicht zimperlich: Wer sich gegen den Überfall wehrt, wird nicht selten zu Boden gestoßen und muss sogar Schläge einstecken. Die Polizei hofft darauf, dass die Diebstähle bald weniger werden, und begründet das mit der Aussicht auf eine baldige Sättigung des Handymarkts.