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In den USA werden nicht mehr so viele Techies entlassen

11.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die gute Nachricht lautet: Das Angebot an technischen Jobs schrumpfte im ersten Halbjahr 2002 langsamer als in den vorhergehenden Monaten. Die schlechte Nachricht: noch ist nicht vorhersehbar, wann wieder im großen Stil IT-Profis eingestellt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie der American Electronics Association (AEA), in der die Ergebnisse des US-Arbeitsamtes (Bureau of Labour Statistics) für den Zeitraum von Januar 2001 bis Juni 2002 ausgewertet wurden. In dieser Phase gingen 437 000 Techniker-Arbeitsplätze, das entspricht acht Prozent des gesamten Berufsstandes, verloren. Erst seit Januar dieses Jahres verlangsamte sich die Entwicklung, seitdem verschwanden "nur" noch 113 000 Jobs. Im April waren 15 800 Stellen betroffen, im Mai nur noch 700. Zum Vergleich: Im schlimmsten Monat, dem Dezember 2001, wurden knapp 64 000 High-Tech-Arbeitsplätze gestrichen.

Dennoch wollen die Analysten keine Entwarnung geben. "Ich wünschte ich könnte definitiv sagen, dass eine Erholung zu erkennen ist", sagte Matthew Kazmierczak, Senior Manager für Forschung bei AEA. Die Arbeitsmarktzahlen sind noch zu durchwachsen. "Ich bin guter Hoffnung, halte aber immer noch die Luft an." (rs)