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Im Juni weiter unter vier Millionen Arbeitslose

06.07.1999
BfA legt Zahlen vor

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit hat ihre Zahlen zum Arbeitsmarkt im Juni 1999 vorgelegt. Ende des Monats zählten die Arbeitsämter 3 938 100 Arbeitslose, 136 900 weniger als ein Jahr zuvor und 60 000 weniger als Ende Mai. Die Arbeitslosenquote verringerte sich damit binnen Jahresfrist von 10,5 auf 10,1 Prozent. Nach den Worten des Präsidenten der Bundesanstalt, Bernhard Jagoda, ist der Rückgang saisonbedingt. "Vom Wirtschaftswachstum kommen zur Zeit keine spürbaren Impulse", sagte Jagoda. Saisonbereinigt ist im Juni die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 15 000 gestiegen, genauso stark wie im April und Mai. Im Februar und März hatte sich die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl praktisch nicht geändert. Erwerbstätigenzahlen kann das Statistische Bundesamt wegen der Neugestaltung des Meldeverfahrens zur Sozialversicherung nach wie vor nicht vorlegen.

Die gemeldete Kräftenachfrage war zuletzt nicht mehr so lebhaft wie im bisherigen Jahresverlauf. Bei Arbeitsämtern gingen 35 700 Stellenangebote weniger ein als im Juni 1998. Sie vermittelten 327 600 Arbeitsverhältnisse, 24 600 weniger als im Vorjahresmonat. Bei Stellenzugang und Vermittlungen im Juni wirkte sich der Rückgang bei beschäftigungschaffenden Maßnahmen aus.

In den alten Ländern registrierten die Arbeitsämter Ende Juni 2 653 300 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote in Westdeutschland sank damit binnen Jahresfrist von 8,9 auf 8,4 Prozent. In Ostdeutschland wurden 1 284 800 Arbeitslose gezählt. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 17,2 auf 16,8 Prozent.