Prepaid-Service Family Mobile

Ikea wird Mobilfunkanbieter

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Das für günstige, selbst aufzubauende Möbel mit skurrilen Namen bekannte Einrichtungshaus will Kunden in Großbritannien nun auch mit einem Prepaid-Mobilfunkangebot beglücken.

Das Angebot von Ikea wird zusammen mit T-Mobile UK realisiert und richtet sich an die Besitzer einer Ikea-Family-Card - in Großbritannien nutzen nach Angaben des Möbelhauses rund 1,4 Millionen Mitglieder die Rabatt- und Kundenkarte. Der Service "Family Mobile" geht am Freitag, den 8. August, live und umfasst mehrere SIM-Karten, die sich einen Account, beziehungsweise das darauf vorhandene Prepaid-Guthaben teilen. Bereits am morgigen Mittwoch werden alle 9500 Ikea-Angestellten in Großbritannien mit einem kostenlosen Handy samt Family-Mobile-SIM-Karte und fünf Pfund Startguthaben ausgestattet.

Telefonierst Du schon oder sparst Du noch?

Nach eigenen Angaben will Ikea mit dem MVNO-Service (Mobile Virtual Network Operator) Familien helfen, ihre Telefonkosten in den Griff zu bekommen. Mit einem Minutenpreis von neun Pence sowie sechs Pence je SMS soll der Dienst um 25 Prozent billiger als jedes vergleichbare Prepaid-Angebot des Landes sein.

Ob das schwedische Möbelhaus zu einem späteren Zeitpunkt auch Mobiltelefone (Modell "Anruff" zum Selberbauen?) anbieten will, ist nicht bekannt. Eine Ausweitung des Mobilfunkdienstes auf Deutschland ist nach Angaben einer Firmensprecherin zunächst nicht geplant.