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Ikea und Payback liebäugeln mit dem Mobilfunk

17.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 müssen sich neben Service-Providern wie Debitel und Mobilcom auf weitere Konkurrenten einstellen. In der Branche mehren sich die Zeichen, dass auch Mineralölkonzerne wie Shell und Aral, der Möbelgigant Ikea und der Bonusprogrammanbieter Payback in das Geschäft einsteigen wollen. Diese Unternehmen, die über große Kundenstämme verfügen, prüfen derzeit, ob sie als so genannte virtuelle Netzbetreiber selbst Handys und mobile Dienste vermarkten wollen.

Für eigene Angebote müssten sie Netzressourcen bei den Mobilfunk-Carriern einkaufen, die mit ihren UMTS-Lizenzen über ausreichende Kapazitäten verfügen. Damit würden die Netze zwar besser ausgelastet, andererseits droht durch die aufkommende Konkurrenz ein noch härterer Wettbewerb und Preiskampf. In Großbritannien haben die virtuellen Netzbetreiber Virgin und die Supermarktkette Tesco bereits für einen Preisrutsch gesorgt. In Deutschland vermarktet Tschibo derzeit Billig-Handys für das O2-Netz. Brancheninsidern zufolgen denken T-Mobile und Vodafone über die Einführung eigener Billigmarken nach, ähnlich wie die T-Mobile-Schwester T-Online, die mit Congster eine Billigmarke ins Leben gerufen hat. Sie wird sich auf die reine Vermarktung von Internet-Zugängen über DSL (Digital Subscriber Line) spezialisieren. (pg)