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IDC: Weltweiter Handy-Markt hält Wachstumstempo

21.04.2006
Alle fünf großen Anbieter registrierten im ersten Quartal 2006 kräftige Zuwächse.

Nach Untersuchungen von IDC wurden im Anfangsquartal 2006 weltweit 226,7 Millionen Mobiltelefone verkauft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 26 Prozent. Gegenüber dem vorangegangenen vierten Quartal 2005 sanken die Verkäufe größtenteils saisonbedingt um 7,3 Prozent.

"Der deutliche Zuwachs im Jahresvergleich deutet an, dass in gesättigten Märkten der Bedarf der Kunden, ihr altes Handy durch ein neues Modell zu ersetzen, anhaltend hoch ist", erklärt IDC-Analyst Ramon Llamas. Gleichzeitig sorgen in Schwellenländern Neukunden für ein anhaltendes Wachstum. Das erste Quartal sei ein guter Vorbote für das gesamte Geschäftsjahr und zeige den Herstellern, welche Formfaktoren bei den Kunden ankommen.

Besonders gut scheint demnach Motorola mit seinen flachen "Razr"-Modellen den Geschmack der Käufer zu treffen. Der Absatz des zweitgrößten Handy-Herstellers legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 60,6 Prozent auf 46,1 Millionen Geräte zu. Mit dem von 16 auf 20,3 Prozent gestiegenen Marktanteil konnten die Amerikaner ihre Position als Nummer zwei deutlich ausbauen. Unangefochtener Marktführer ist aber nach wie vor Nokia mit 33,1 Prozent. Der finnische Anbieter lieferte im Berichtszeitraum 75,1 Millionen Handys aus, das entspricht einem Plus von 39,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Samsung verkaufte mit 29 Millionen Stück 18,4 Prozent mehr Handys als ein Jahr zuvor. Die Südkoreaner lagen damit jedoch unter dem Wachstum des Gesamtmarkts, weshalb ihr Marktanteil von 13,6 Prozent auf 12,8 Prozent zurückging. Samsung behauptete sich dennoch auf dem dritten Platz vor LG Electronics, dessen Marktanteil um 0,7 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent wuchs. Der Elektronikkonzern profitierte dabei von den um 40,5 Prozent auf 15,6 Millionen gestiegenen Handy-Verkäufen. Konkurrent Sony Ericsson begann das neue Geschäftsjahr mit einem soliden Absatzplus von 41,5 Prozent auf 13,3 Millionen Handys. Der Marktanteil des japanisch-schwedischen Joint-Ventures stieg im Jahresvergleich von 5,2 auf 5,9 Prozent. (mb)