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ICANN zu mehr Transparenz verurteilt

30.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die ICANN (Internet Corporation for Associated Names and Numbers) muss ihren Vorstandsmitgliedern vertrauliche Daten zugänglich machen, urteilte ein kalifornisches Gericht. Dem Richterspruch vorangegangen war ein Streit zwischen der Organisation und Karl Auerbach, einem der fünf gewählten Mitglieder des 19-köpfigen Vorstands. Bereits im November 2000 wollte Auerbach Akteneinsicht nehmen, was ihm verwehrt wurde. Er habe sich daraufhin zunächst gütlich mit der ICANN einigen wollen. Im März 2002 ist er schließlich vor Gericht gezogen.

Das Urteil verpflichtet Auerbach und andere Vorstandsmitglieder allerdings dazu, die ICANN zehn Tage vor einer geplanten Veröffentlichung von vertraulichen Informationen zu benachrichtigen. So zu verfahren, habe ihm die Organisation bereits vor einem Jahr vorgeschlagen, spielte Sprecherin Mary Hewitt das Urteil herunter. Dafür gebe es auch Belege. Man behalte sich dennoch vor, Berufung gegen das Urteil einzulegen. (lex)