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ICANN fordert sorgfältigere Prüfung der Whois-Daten

06.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laut einem Bericht der Domain Name Supporting Organisation (DENSO) müssten größere Anstrengungen unternommen werden, um die Richtigkeit der Informationen in der Whois-Datenbank zu gewährleisten. Hier werden mit Hilfe von Registrierungsstellen wie zum Beispiel Verisign Daten über Personen eingestellt, die eine Web-Seite anmelden wollen. Das Problem sei jedoch laut einer von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) eingerichteten Task Force, dass oft falsche Angaben gemacht würden. Wenn dann Internet-Betrügereien oder andere kriminelle Aktivitäten über diese Seiten abgewickelt werden, könne die Whois-Datenbank wegen der falschen Einträge die Strafverfolgung nicht unterstützen.

Nach den bisherigen Richtlinien der ICANN werde den Registrierungsstellen zwar empfohlen, die Daten auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, eine Verpflichtung dazu gibt es allerdings nicht. Vertreter dieser Stellen bestreiten die Notwendigkeit ein solchen Prüfung. Schließlich bekomme man in den USA auch ein Fahrerlaubnis, egal ob man richtige oder falsche Informationen zu seiner Person abliefert, argumentiert Thomas D’Alleva, Sprecher der in Baltimore ansässigen Registrierungsstelle Bulkregister. Das Unternehmen Verisign unternimmt dagegen erste Anstrengungen, falsche Daten herauszufiltern. Eingaben wie 1234 in Feldern für Telefon- oder Faxnummern, würden mit Hilfe eines Software-Tolls bereits während der Anmeldungsprozedur herausgefiltert und überprüft, erklärt eine Sprecherin. (ba)