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IBS schreibt im Schlussquartal 2002 operativen Gewinn

01.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IBS AG ist es im Schlussquartal 2002 geglückt, mit 1,86 Millionen Euro erstmals wieder ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu schreiben. Aufgrund der zur Jahresmitte eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen verbuchte der Anbieter von Tools für das Produktions- und Qualitäts-Management allerdings im Gesamtjahr einen EBIT-Verlust von 19 Millionen Euro, nachdem 2001 noch ein operativer Gewinn von 2,4 Millionen Euro erzielt worden war. Netto verschlechterte sich das Ergebnis von plus 1,2 Millionen auf minus 30,4 Millionen Euro. Das Ergebnis belasteten außerplanmäßige Abschreibungen und Firmenwertberichtigungen mit insgesamt 21,5 Millionen Euro. Die Erlöse der zum Ende September aus den Bilanzen genommenen Töchter IVT und IWT nicht berücksichtigt, sank der Umsatz im Vergleich zu 2001 um 23 Prozent von 21 Millionen auf 16,4 Millionen Euro.

Das Unternehmen aus der Nähe von Koblenz hatte Mitte 2002 beschlossen, den Konzern zu verschlanken und sich auf das Kerngeschäft Produktions- und Qualitäts-Management-Software zu konzentrieren. Im Anschluss wurden die Töchter IVT und IWT im Rahmen von Management-Buyouts verkauft und defizitärer Niederlassungen geschlossen. Durch die Restrukturierung sanken die jährlichen Betriebskosten um rund fünf Millionen Euro, die Zahl der Belegschaft ging von 302 auf 192 Mitarbeiter zurück. Der Vorstand glaubt, mit diesen Maßnahmen eine solide Basis für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr geschaffen zu haben. IBS rechnet daher mit einem Umsatz von rund 20 Millionen Euro und einem EBIT-Profit. (mb)