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i2 nimmt sechsten Anlauf in Sachen Kundenzufriedenheit

17.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - i2 Technologies hofft, mit der neuen SCM-Suite (Supply-Chain-Management) "i2 Six" die Wogen der vergangenen Wochen wieder zu glätten. Bei dem finanziell angeschlagenen Unternehmen hat die US-Börsenaufsicht SEC eine informelle Untersuchung wegen möglicher Bilanzierungsfehler gestartet. Weitaus mehr Sorgen bereitet jedoch eine Umfrage von Nucleus Research, der zufolge Referenzkunden insbesondere ausufernde Projektlaufzeiten bemängelten und von den Ergebnissen ihrer Investments enttäuscht seien.

Mit dem im kommenden Monat erscheinenden Update i2 Six soll nun alles wieder in Ordnung kommen: Das Unternehmen aus Dallas, Texas, verspricht unter anderem auf 1,25 bis 2,5 Millionen Dollar gesunkene Kosten für eine typische Implementierung der SCM-Software - primär dank einer neuen Architektur und eines neuen Methodenwerks. Nucleus hatte dagegen im Januar berichtet, dass die Softwareeinführung mit bis zu sieben Millionen Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren zu Buche schlagen könne. Bislang habe die Implementierungsdauer fünf bis sechs Monate betragen, stellte dagegen Pallab Chatterjee, President Solutions Operations bei i2, fest, mit i2 Six soll sie auf vier Monate schrumpfen. Zu diesem Zweck arbeiten die Texaner unter anderem mit Anleitungen und Wizards, um das Geschäftsmodell aufzustellen. Außerdem enthält die Suite laut i2 Werkzeuge zum Schreiben von Adaptern für Legacy-Daten. Durch i2s Solution Center im indischen Bangalore sieht sich die Company

außerdem in der Lage, die Servicekosten niedrig zu halten, etwa was die Datenintegration und die Säuberung bei Legacy-Daten anbelangt.

Die Nutzungskosten (Total Cost of Ownership -TCO) sind seit der Studie im Januar ein wunder Punkt für i2. 55 Prozent der von Nucleus Befragten bezweifelten, einen Return on Investment (RoI) erzielt zu haben, obwohl sie die Software im Schnitt 2,2 Jahre im Einsatz hatten. Chatterjee hält die auf 22 Unternehmen basierende Umfrage aber keineswegs für repräsentativ: "Wir haben rund 1300 Anwender und 9000 Niederlassungen, wo die Software im Einsatz ist." (mb)