Düstere Quartalsprognose

HTC mit deutlichem Zwischentief

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Beim taiwanischen Smartphone-Bauer HTC läuft es gerade nicht rund.
HTC-Chef Peter Chou
HTC-Chef Peter Chou

Für das wichtige Schlussquartal 2011 meldete HTC 10,94 Milliarden New Taiwan Dollar (369 Millionen US-Dollar) oder pro Aktie 13,06 NTD (44 US-Cent) Gewinn auf Basis von 101,42 Milliarden Taiwan Dollar (3,42 Milliarden US-Dollar) Umsatz. Die Einnahmen lagen damit um mehr als zwei Prozent unter denen der vergleichbaren Vorjahreszeit - ziemlich schwach für eine Firma, die zuletzt regelmäßig ihre Erlöse im Jahresvergleich verdoppelt hatte.

HTC hatte bei der Vorlage ungeprüfter Zahlen im vergangenen Monat bereits vor dem Umsatzeinbruch gewarnt. Leider sieht es für das laufende Quartal auch gar nicht gut aus: Der Umsatz soll auf 65 bis 70 Milliarden Taiwan Dollar fallen und die Bruttomarge auf 25 Prozent (Q4 2011: 27 Prozent), allerdings soll der Margenschwund nur temporär sein. Für Januar wies HTC bereits ungeprüfte Einnahmen von nur 16,62 Milliarden Taiwan Dollar aus, ein Rückgang um knapp 53 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Firmenchef Peter Chou versprach für das Gesamtjahr 2012 einen "erneuerten Fokus". HTC will dieses Jahr jedenfalls weniger neue Modelle herausbringen als letztes Jahr und geht damit ähnlich vor wie Motorola, das sich ebenfalls stark auf Android fokussiert hat und ebenfalls in Schwierigkeiten steckt (auch wenn kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Googles Plattform und Schwierigkeiten erkennbar ist).