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HPs Gewinne schrumpfen merklich

14.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard hat heute in aller Herrgottsfrühe Ortszeit seine Bilanz zum vierten Quartal und zum Geschäftsjahr 2000/01 veröffentlicht. Die Ergebnisse entsprachen weitgehend der Mitte August veröffentlichten Prognose. Für das vierte Quartal weist HP Einnahmen von 10,87 Milliarden Dollar aus, ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres (13,29 Milliarden Dollar). Der operative Gewinn des Konzerns ging im Jahresvergleich von 968 Millionen Dollar um 87 Prozent auf 122 Millionen Dollar oder 19 Cent pro Aktie zurück, die Analysten hatten laut First Call/Thomson nur acht Cent je Anteilschein erwartet.

Noch heftiger beutelte es den Nettogewinn, der aktuell auf 97 Millionen Dollar oder fünf Cent je Anteilschein zusammenschmolz, ein Minus von 89 Prozent gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres (922 Millionen Dollar oder 45 Cent pro Aktie). Die Bruttomarge lag aktuell bei 25,7 Prozent und damit in etwa auf dem Niveau des vorhergehenden Quartals (26 Prozent).

Für das gesamte Geschäftsjahr ergibt sich auf Basis von 45,23 Milliarden Dollar Umsatz ein Nettogewinn von 408 Millionen Dollar oder 21 Cent pro Aktie nach Einnahmen von 48,87 Milliarden Dollar und 3,69 Milliarden Dollar oder 1,80 Dollar Profit je Anteilschein im vorhergehenden Geschäftsjahr. Während die Einnahmen in den Bereich Printing & Imaging und Computing Systems um neun beziehungsweise 31 Prozent fielen, konnte die Servicesparte um immerhin 1,5 Prozent zulegen.

Konzernchefin Carleton "Carly" Fiorina zeigte sich angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage zufrieden mit dem Abschneiden ihres Unternehmens. "In einem rauen Klima haben wir uns auf unsere Kunden und unser Kerngeschäft fokussiert", so Fiorina, die zudem erneut klarmachte, dass sie die geplante Fusion mit Compaq für einen auch ökonomisch sinnvollen Deal hält.

Wenig erfreulich fiel der Ausblick in die mittelfristige Zukunft aus. HP geht von anhaltend schwierigen Marktbedingungen aus. Die Einnahmen des laufenden ersten Quartals würden saisonbedingt leicht unter denen des abgeschlossenen Dreimonatszeitraums liegen. Auch für die Bruttomarge sei kein Wachstum in Sicht, hieß es. (tc)